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Trainer von Handball-Zweitligist Post Schwerin geht zum TBV Lemgo : Beuchlers Wechsel perfekt

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Dirk Beuchler, Trainer des Handball-Zweitligisten Post Schwerin wechselt zur kommenden Saison in die Bundesliga zum TBV Lemgo. Dort erhielt er einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2013.

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erstellt am 22.Mär.2011 | 08:41 Uhr

Lemgo/Schwerin | Die Spatzen pfiffen es in den vergangenen Tagen von den Dächern - Dirk Beuchler, Trainer des Handball-Zweitligisten Post Schwerin wechselt zur kommenden Saison in die Bundesliga zum TBV Lemgo. Dort erhielt er einen Zweijahresvertrag bis Sommer 2013.

Eigentlich wollte man die Sache im Lipperland noch etwas länger unter der Decke halten, doch jetzt war Eile in der Personalie geboten. Gestern um 11 Uhr wurde Beuchler in Lemgo von Volker Zerbe, TBV-Geschäftsführer für den sportlichen Bereich, als Nachfolger des nunmehr bereits zum zweiten Mal beim TBV vorzeitig geschassten Volker Mudrow präsentiert.

Die Mannschaft habe in der Saison nicht zur Konstanz gefunden, begründete Zerbe den Trainerwechsel. Zugleich ist dieser mit einer Neuausrichtung verbunden. "In den kommenden zwei Jahren sollen verstärkt Talente eingebaut werden , um dann wieder um einen EC-Platz zu spielen", so Beuchler. Beim einstigen "TBV Deutschland", deutscher Meister 1997 und 2003 und , findet also eine zumindest partielle Abkehr vom Einkauf vermeintlicher Star-Spielern statt.

Der Noch-Schwerin-Trainer bezeichnete die Aufgabe in Lemgo "als absolut sportliche Herausforderung, nach einer relativ kurzen Zeit von zwei Jahren als Zweitligatrainer die Chance bei einem deutschen Spitzenklub zu bekommen", so der 40-Jährige. Er ist überzeugt, "auch beim TBV gute Arbeit zu leisten". Für den Post-Trainer ist es zugleich eine Rückkehr ins Ostwestfälische, nachdem er als Spieler auf der Kreisläuferposition von 1995 bis 2001 das Trikot des TuS Nettelstedt trug und dabei viele Jahre, die Zeit zuvor in Wallau-Massenheim eingerechnet, "gegen Zerbe gespielt habe". Wie am Rande der Pressekonferenz in Lemgo zu erfahren war, hofft Beuchler, dass seine jetzige Lebenspartnerin und deren siebenjähriger Sohn aus Klein Rogahn mit umziehen.

Der Kontakt mit Lemgo erfolgte laut Beuchler "im Januar. Dann war ein bisschen Stille, bevor es die vergangenen zwei Wochen intensiver wurde und ich u. a. im TBV-Wirtschaftsrat meine Vorstellungen präsentierte. Am 14. März kam dann das Okay aus Lemgo, tags darauf habe ich Post-Geschäftsführer Uli Witt informiert, dass ich in Schwerin nicht verlängern werde."

Doch die nächsten Wochen liege seine "absolute Konzentration in Schwerin". Gestern um 18.30 Uhr leitete Beuchler das Post-Training. "Ich bin ein Profi und möchte im April/ Mai mit der Mannschaft die notwendigen Punkte für die eingleisige 2. Liga holen. Dann habe ich erhobenen Hauptes meine Aufgabe in Schwerin erfüllt."

Heißester Kandidat für die Beuchler-Nachfolge beim SV Post ist Christian Prokop (37), bisher Coach beim SC Magdeburg II. "Wir haben einen jungen, ehrgeizigen Trainer im Blick. Ich habe aber noch nichts unterschrieben", gibt sich Witt auf Nachfrage zugeknöpft. Offensichtlich lotet man auch noch andere Optionen aus.

Solle es Prokop werden, so spricht einiges dafür, dass die offizielle Bekanntgabe nicht vor dem 2. April erfolgt. Denn tags zuvor muss Post Schwerin beim SCM II antreten.


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