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23. August 2017 | 17:56 Uhr

Bergring ruft zum 91. Mal

vom

Teterow | Fragt man auf dem Teterower Bergring nach einem Favoriten für das 91. Rennen zu Pfingsten, bekommt man nur eine Antwort: Enrico Janoschka. Der für den Bergringclub startende Güstrower ist der einzige Langbahn-Grand-Prix-Starter des Vorjahres, der in diesem Jahr auf Europas größ ter, schönster und wohl auch gefährlichster Grasbahn antritt. Alle anderen - darunter die auf dem Bergring sehr beliebten Matten Kröger (Bokel) und Stephan Katt (Neuwittenbek) - bestreiten am Sonntag im tschechischen Marienbad den ersten WM-Lauf. Doch trotz dieser Terminüberschneidung haben auch die Teterower Macher ein starkes Feld zusammengestellt. Janoschka, Sieger des Bergringpokals 2006, 2008 und 2009 sowie bislang einziger Gewinner des 2007 eingeführten "Grünen Bandes", trifft beispielsweise auf den Lüdinghauser Christian Hülshorst, Pokalgewinner 2003, oder den Tschechen Antonin Klatovsky, der dem Güstrower 2007 knapp den Erfolg entriss.

Auch die örtliche Konkurrenz ist nicht zu verachten, denn die Gastgeber bieten mit Enrico Sonnenberg, Ronny Stüdemann und Daniel Rath Akteure auf, die den 1877 Meter langen Bergring wie ihre Westentasche kennen und mehrere gute bis sehr gute Ergebnisse erzielten. Dazu kommen eine starke Streitmacht aus Großbritannien, Fahrer aus Dänemark, Norwegen und Russland, darunter der amtierende Eisspeedway-Weltmeister Nikolai Krasnikov.

Sie alle werden versuchen, bei dem erwarteten milden Wetter - die Meteorologen rechnen mit trockenen rund 20 Grad an Sonnabend und Sonntag - dem Favoriten zumindest das Leben schwer zu machen. Am Sonntag gegen 17 Uhr wissen alle mehr, wenn das hoffentlich sturzfreie Wochenende mit dem Finale um den Bergringpokal abgeschlossen wird. Zuvor ist bereits das 5. Grüne Band - Nachfolger des Goldhelms - vergeben worden. Drei davon sind im Besitz von Enrico Janoschka, Nummer 4 wurde im vergangenen Jahr nach dem Renn-Abbruch wegen des Todes von Vincent Kinchin nicht ausgefahren.

Neben der Bahnsport-Klasse versprechen aber auch die anderen Motorsport-Varianten Rennen mit Hochspannung. Die Läufe der Moto-Crosser werden üblicherweise von den niederländischen Gästen dominiert, aber die heimischen Fahrer um den mehrfachen Landesmeister Guido Skoppek (Schwerin), Michael Dittmann (Wilhelmsburg) und Frank Dallmann (Rehna) wollen garantiert mehr als nur Gäste bei der Siegerehrung sein.

Als "Salz in der Suppe" werden die Moto-Cross-Amazonen angesehen. Bei der ersten Auflage 2008 fuhren die damals ausschließlich niederländischen vier Damen noch recht verhalten. Inzwischen haben sie sich mit dem Ring angefreundet und mit Maria Franke (Teutschenthal) und Alexandra Haupt (Triptis) ernsthafte Konkurrenz erhalten, die im Vorjahr sogar vorneweg fuhr.

Komplettiert wird das Rennprogramm durch die Quads, die ebenfalls spannende Rennen garantieren. Hier wollen der Schweriner Sven Zielke und Denny Fraass aus Ludwigslust versuchen, der starken Konkurrenz aus Großbritannien ihre Grenzen aufzuzeigen.

Um den Zuschauerschwund der vergangenen Jahre aufzufangen, haben die Veranstalter (noch) auf Preiserhöhungen verzichtet. "Die Organisationskosten sind um rund 30 Prozent gestiegen", sagt der Teterower Clubchef Adolf Schlaak. Dennoch kostet die Wochenendkarte für den Bergring nach wie vor 22 Euro, die Sonntags-Tageskarte 19 Euro.

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erstellt am 09.Jun.2011 | 07:05 Uhr

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