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22. November 2017 | 06:38 Uhr

Hansa Rostock : Beim Wintersport ein 0:0

vom

0:0 beim Wintersport im neuen Aachener Tivoli: Nachdem anderthalb Stunden unablässig Schnee gefallen war, stand die gestrige Partie der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Gastgeber Alemannia und dem FC Hansa auf der Kippe.

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erstellt am 19.Feb.2012 | 06:50 Uhr

Aachen | 0:0 beim Wintersport im neuen Aachener Tivoli: Nachdem anderthalb Stunden unablässig Schnee gefallen war, stand die gestrige Partie der 2. Fußball-Bundesliga zwischen Gastgeber Alemannia und dem FC Hansa lange Zeit auf der Kippe. Letztlich wurde mit 40 Minuten Verspätung auf „weißem Rasen“ angepfiffen.


42. Minute: Glück, dass es keinen Elfmeter gab

In der Start-Elf der Gäste gab es zwei Veränderungen: Pelzer kehrte nach Gelb-Pause auf die Linksverteidiger-Position zurück, so dass Perthel "einen vorrückte" (Jänicke blieb erst mal draußen), und an Stelle des gesperrten Pannewitz bildete Wiemann gemeinsam mit Robert Müller die "Doppel-Sechs" im defensiven Mittelfeld.

Der Aufreger der ersten Hälfte geschah in der 42. Minute. Der Aachener Auer war da frei durchgebrochen, legte die rosa-bonbonfarbene "Pille" am herausstürzenden Keeper Kevin Müller vorbei, ließ sich dann nur zu bereitwillig "umnieten" - doch der Elfmeterpfiff blieb aus: Referee Wingenbach kamen die Bemühungen Auers wohl doch reichlich abgehoben vor. Das war großes Glück für die Mecklenburger!

Ansonsten gab es vor der Pause keine einzige Torchance. Beide Teams hatten ihre Müh und Not mit dem schwierig zu "bestellenden" Acker, einem rutschigen Sumpf, auf dem der Ball vor allem anfangs, als noch relativ viel Schnee lag, ständig steckenblieb.

Die Gäste erkannten, dass angesichts der Gegebenheiten Standards vielleicht am erfolgversprechendsten waren, und verzeichneten hier bei jeweils vier Ecken und Freistößen, alle getreten von Perthel, einige Ansätze. Mehr Gefahr als ein Getümmel nach Eckball (7.) kam allerdings nicht dabei heraus.

Da dem Zufall Tür und Tor geöffnet war, mussten die Blauen zudem gehörig auf der Hut sein, durften sich defensiv keine Schludrigkeiten leisten, schon wurde Aachen gefährlich. Beziehungsweise die Rostocker sorgten selbst dafür, dass es im eigenen Strafraum "brannte". So Borg, dessen Klärungsversuch auf Grund einer technischen Unzulänglichkeit nach hinten losging (12.).

Insgesamt gesehen standen die Ostseestädter defensiv manierlich, initiierten auch einige hübsche Züge nach vorn, denen jedoch die letzte Genauigkeit fehlte. Ein Beispiel war der Angriff in der 57. Minute, als Jordanov fein einleitete, Mintál sich dafür entschied, lieber seinem Nebenmann Perthel den Abschluss zu überlassen, aber dessen Versuch verfehlte das Aachener Gehäuse doch sehr deutlich.

Wenig später kamen die Schwarz-Gelben in die Nähe des 1:0. Diesmal aber war das Timing von Kevin Müller perfekt, und er bereinigte sauber gegen Streit (59.).

Hansa kam auch weiterhin mit den schwierigen Bedingungen etwas besser zurecht, hatte mehr vom Spiel, zeigte auf diesem Untergrund eine ordentliche, disziplinierte Leistung.

In der Schlussphase ent-wickelten die Rostocker sogar richtig Druck: Dem einschussbereiten Mintál flutscht der Ball vor den Füßen weg (77.) bzw. er trennt sich nicht rechtzeitig vom Gerät (81.), der eingewechselte Weilandt bleibt im Strafraum hängen (84.), und Pelzers Flanke auf Borg war keineswegs von schlechten Eltern (85.).

Hätte Auer in der 88. Minute getroffen (statt die Kugel weit vorbei zu schieben), es wäre ein Witz gewesen. Der Punkt für den FCH war allemal verdient. Auch wenn das 0:0 nicht reichte, um die rote Laterne weiterzureichen - das wird dann am Freitag (18 Uhr DKB-Arena) gegen Ingolstadt nachgeholt.


Trainerurteil
Friedhelm Funkel (Aachen): Die Bedingungen waren durch den starken Schneefall irregulär. Der Schiedsrichter sah das aber anders. In der ersten Halbzeit hatten die Spieler überhaupt keinen Stand. Wir haben einen glasklaren Elfmeter nicht bekommen. Ich bin froh, dass wir nicht durch ein Zufallstor verloren haben.

Wolfgang Wolf (Rostock): Man hätte das Spiel nicht anpfeifen dürfen – solch eine Einigkeit unter den Verantwortlichen habe ich noch nie erlebt. Aufgrund der Platzverhältnisse bin ich mit dem Punkt sehr zufrieden.


Noten für die Spieler

  • Kevin Müller: Zum Glück hob Auer übertrieben ab, gab es nicht Elfmeter und Rot (42.). Stark gegen Streit (59.). Gesamt: 4
  • Marek Janecka: Schlechter Pass führt zu Konter (31.). Falscher Einwurf (55.). Gute Flanke auf Perthel (69.). Rettet in höchster Not gegen Streit (78.).Gesamt: 3
  • Matthias Holst: Kriegte Auer nicht gehalten (42.). Guter Kopfball (36.). Wichtig, dass er Flanke abfing (65.).Gesamt: 4
  • Stephan Gusche: Zu zögerlich (42.). Sehr schön bereinigt (54.). Bekam zu wenig Druck hinter Kopfball (72.) und traf die Kugel nicht (73.). Gesamt: 4
  • S. Pelzer: Wurde zweimal übel abgegrätscht (4., 23.). Gute (85.) und weniger gelungene Flanken (30.). Tackling (54.). Gesamt: 4
  • R. Müller: Böser Patzer eröffnet Aachen fast eine große Möglichkeit (41.). Fein durchgesetzt und eingeleitet (29.). Gesamt: 4
  • Michael Wiemann: Eingangs zweite Halbzeit einige unnötige Fouls. Flanke von Streit bereinigt (41.). Fehlpass (75.). Gesamt: 4
  • Edisson Jordanov: Tauchte nach auffälligem Beginn ab, aber dann auch wieder auf: Schuss (45.), resolut in den Strafraum (57.), Balleroberung (66.).Gesamt: 3
  • Timo Perthel: Trat alle Standards. Unbeherrschtheiten (gegen Streit/ 23.) sein lassen. Schwache Schüsse (29., 57.).Gesamt: 4
  • Marek Mintál: Glückloser Auftritt. Unverwertbarer Ball auf Borg (33.). Bei Chance rutscht ihm Ball weg (77.). Idee gut, schlecht umgesetzt (80.). Gesamt: 4
  • Freddy Borg: Unglückliche Rettungsaktion bringt beinahe Gefahr fürs eigene Tor (12.). Schlechter Pass beendet Konter (40.). Schuss vorbei (56.). Gesamt: 4
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