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24. November 2017 | 21:32 Uhr

Bauch-Beine-Po oder doch Joggen?

vom

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 10:26 Uhr

Sport wirkt sich positiv auf den gesamten Organismus aus. Regelmäßiges Training und ausreichende Bewegung lindern Beschwerden und helfen beim Abnehmen. Wer Sport treibt, gilt zudem als besser gelaunt und geistig fit.

Doch nicht jede Sportart ist für jeden Menschen geeignet. Neben den gesundheitlichen Voraussetzungen spielen auch Motivationsgründe und die eigenen Interessen eine wichtige Rolle. Die Auswahl an Sportarten ist riesig. Daher kann es sich recht schwierig gestalten, die passende Disziplin für sich zu finden. "Bevor man überhaupt anfängt, sollte man sich bei einem Arzt durchchecken lassen", rät Personal Trainer Frank Maaß. "Die gesundheitlichen Voraussetzungen zeigen dann, welche Sportart ich zum Beispiel gar nicht machen kann und wie stark ich mich belasten darf." Danach gilt es he rauszufinden, welche Interessen man selbst verfolgt.

Möchte man lieber in der Gruppe Sport machen oder doch eher allein? Ist man ein Mannschaftssport-Typ und braucht man gesellschaftliches Beisammensein zur Motivation? Trainiert man lieber draußen in der Natur oder sind geschlossene Räume angenehmer? Die gewählte Sportart sollte den eigenen Bedürfnissen gerecht werden und sich vor allem in den Alltag integrieren lassen.

Feste Sportzeiten in den Wochenplan einbauen

Den meisten Menschen hilft ein Zeitplan, sich besser im Leben zurechtzufinden. Deshalb sollten auch feste Zeiten für das Training in den Alltag eingeplant werden. Diese Routine hilft, sich viel besser auf den Sport einzustellen, und auch der innere Schweinehund lässt sich mit diesem kleinen Trick einfacher austricksen. "Der Trainingsprozess findet nach dem Prinzip der Kontinuität statt. Regelmäßiges Training über einen langen Zeitraum ermöglicht erst einen dauerhaften Leistungsgewinn", erklärt Maaß, der bereits seit zehn Jahren als Personal Trainer arbeitet. Durch feste Zeiten für Sport und Bewegung wird das Training all mählich auch ein fester Bestandteil im Leben.

Nicht einfach blind drauflos trainieren

Am Anfang ist die Motivation oft so groß, dass kaum Zeit für eine ausreichende Vorbereitung bleibt. Doch wer einfach die Laufschuhe anzieht und ohne Anleitung losläuft oder im Fitnessstudio wild die Hanteln drückt, kann schnell scheitern oder sogar seinem Körper großen Schaden zufügen. "Man sollte sich auf jeden Fall vor jedem Training ausführlich beraten lassen, egal ob von einem Fitnesscoach oder im Sportfachhandel. Es bringt nichts, einfach aus Langeweile heraus anzufangen. Dann steigt das Verletzungsrisiko und man kann sich den Sport auch ganz schnell vermiesen."

Am Anfang nicht von Null auf Hundert

Ein gutes Aufwärmtraining ist das A und O. Die richtige Erwärmung bereitet auf die Belastung vor und steigert die körperliche Leistungsfähigkeit. "Man darf nicht gleich extrem anfangen. Beim Joggen beispielsweise fange ich mit einem Intervalltraining an, erst drei Minuten laufen und dann zwei Minuten gehen. Dann steigert man sich langsam," erklärt Frank Maaß. "Es ist auch normal, dass bei einem Trainings-Neustart ein kleiner Muskelkater am nächsten Tag da ist. Wenn ich mich nach meinem ersten Training aber durch meinen Muskelkater kaum noch bewegen kann, dann habe ich übertrieben."

Die Ursache für Muskelkater sind kleine Risse in den Muskelfasern, die durch eine Überbelastung auftreten. Meist kommt der Schmerz erst zwölf bis 24 Stunden nach dem Training. "Und wenn alles weh tut, dann ist es auch keine Motivation für mich für die Zukunft."

Abwechslungsreiches Training steigert die Motivation

Anfangen ist leicht. Die wahre Hürde ist das Durchhalten. Das Training darf mit der Zeit nicht langweilig werden. "Ich versuche immer, viel Abwechslung in meine Stunden einzubauen und sie interessant zu gestalten", erklärt der Personal Trainer. "Ich versuche beispielsweise die Dinge in der Natur in den Trainingsplan einzubauen." Eine Abwechslung zum Joggen können Klimmzüge am Klettergerüst sein oder Querfeldein-Läufe. "Sport muss Spaß machen", weiß Maaß. Meistens bringen Musik oder eine andere Laufstrecke bereits Abwechslung. "Wenn es zu eintönig wird, kann man auch einfach eine weitere Sportart zum Trainingsplan hinzufügen. Jeder sollte verschiedene Varianten ausprobieren und herausfinden, was er mag."

Das Ziel nicht aus den Augen verlieren

Die Belohnung nach einer Trainingsstunde kommt meist erst im Nachhinein. Im völlig ausgepowerten Zustand setzt das wohlige Gefühl ein, etwas für sich und seine Gesundheit getan zu haben. Den inneren Schweinehund zuvor zu überwinden und sich zu motivieren, kann eine Herausforderung sein. Besonders, wenn der Arbeitstag stressig und lang war oder das Wetter dem Trainingsplan einen Strich durch die Rechnung setzt. "Wichtig ist, dass jeder sein Ziel vor Augen hat und sich immer wieder fragt: Was möchte ich selbst erreichen?", sagt Frank Maaß. "Und wenn sich der Erfolg schon kurze Zeit später einstellt, geht man gleich ganz anders an die Sache he ran." Bereits nach ein bis zwei Trainingseinheiten stellen sich erste Erfolge ein. "Man bekommt eine ganz andere Körperspannung. Und durch den Sport wird Stress abgebaut", fügt der Trainer hinzu. Diese Motivation spornt für die kommenden Trainingseinheiten an.

Ob Yoga, Joggen oder der Bauch-Beine-Po-Kurs - es kommt gar nicht darauf an, welche Sportart ausgeübt wird. Wichtig ist die regelmäßige Bewegung. Denn Sport sorgt nicht nur für ein intaktes Herz-Kreislauf-System, für einen zügigen Stoffwechsel und für einen agilen Geist. Auch Kummer und anderen psychischen Stress kann körperliche Belastung eindämmen. Sport richtig ausgeführt, bringt Schwung und Spaß ins Leben und macht fit für den Frühling.

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