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Hansa Rostock mit 1:1 in Darmstadt : Auswärtspunkt erkämpft

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Der FC Hansa muss weiter auf seinen ersten Auswärtssieg warten. Der Zweitliga-Absteiger kam beim SV Darmstadt 98 nicht über ein 1:1 hinaus. Mittelfeldmann Ken Leeman sah in der 78. Minute die Gelb-Rote Karte.

svz.de von
erstellt am 26.Aug.2012 | 07:38 Uhr

Darmstadt | Es war fast auf den Tag genau nach 20 Jahren (22. August 1992 - 26. August 2012) der zweite Auftritt des FC Hansa im Stadion am Böllernfalltor des SV Darmstadt 98. Damals gab es in der 2. Fußball-Bundesliga ein 0:0, gestern Nachmittag in der 3. Liga ein 1:1 (0:1). Damit blieben die Ostseestädter auch im vierten Pflichtduell mit den Hessen zumindest "teilerfolgreich".

Im Vergleich zum vorangegangenen 1:3 im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern saßen Berger und Smetana auf der Bank. Dafür spielten Plat sowie erstmals von Beginn an Quaschner. Neuzugang Leonhard Haas war zwar anwesend, jedoch noch nicht in den Kader berufen worden. Leemans verblieb auf der "Sechs" im defensiven Mittelfeld, Blum indes rückte auf die linke Seite zurück, Quaschner besetzte die rechte Bahn, ganz vorn mühte sich Plat ab - nachdem zunächst beschämenderweise Chaoten im Gäste-Block Bengalos nicht nur gezündet, sondern darüber hinaus auch noch auf den Rasen und nach Ordnern geworfen hatten.

Den ganz in Schwarz angetretenen Rostockern fehlte es gar nicht mal an Laufbereitschaft und Einsatzwillen, jedoch stark an Ideen und Präzision, sodass sie den Ball vorerst nicht in die Torgefahr verheißende Zone am und im Darmstädter Strafraum bekamen. Es gab nur den Anflug einer Chance durch Plat (16.).

Die "Lilien" hingegen bestraften die erste größere Unsicherheit in der Hansa-Defensive sofort: schwerwiegender Fehler von Geenen, dessen missglückte Kopfball-Rückgabe zur Vorlage für Preston Zimmerman wurde. Der US-Amerikaner bekam die Kugel zur Mitte gepasst, wo Tatara sie nur noch über die Linie zu drücken brauchte - 1:0 für 98 (22.).

Nach und nach steigerten sich die Nordostdeutschen jedoch. Innerhalb von nur drei Minuten machten sie aus 0:3 Ecken ein 3:3 ("Endstand" in dieser Wertung 9:5 für den FCH), wobei die dritte beinahe zum Ausgleich geführt hätte: Patrick Wolf hatte den von Jordanov hereingebrachten Ball per Kopf aufs Tor gebracht, doch Keeper Jan Zimmermann wehrte gerade noch an die Latte ab (32.).

Zur zweiten Hälfte kam Weilandt für Geenen, dessen Rechtsverteidiger-Posten Mendy übernahm. Quaschner ging vorn mit rein, Blum orientierte sich wieder mehr zu Leemans, links operierte nun Jordanov, rechts Weilandt. Letzterer erkämpfte, während es im Bereich der Hansa-Fans schon wieder lichterloh brannte, sogleich eine Ecke. Blum führte aus, Gusche erwischte sie leider nicht voll - das war an sich eine gute Möglichkeit (47.). Dann holte Patrick Wolf den Hammer und mit einem 40-Meter-Schuss (!) den nächsten Eckball heraus (55.). Kurz darauf verzettelte sich Weilandt in aussichtsreicher Position (57.). Die Gäste steigerten sich deutlich, aber ihre Harmlosigkeit, dieses allzu Brave blieb.

Bis sich Jordanov fein gegen Gorka behauptete und Quaschner bediente. Der überlegte kurz, ob er abspielen sollte, ballerte dann das Gerät kurzerhand mit Urgewalt hoch ins vordere Eck, der Ausgleich (67.).

Die Hessen wollten den Dreier, versuchten in der Folge noch einmal anzurennen. Erst recht, nachdem Leemans wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte (Verwarnungen in der 74. und 78. Minute). Doch die Mecklenburger rackerten aufopferungsvoll und wurden mit dem ersten Auswärtspunkt der Saison belohnt.


Trainerurteile

Kosta Runjaic (Darmstadt): Wir hatten Feldüberlegenheit, die Mannschaft traute sich sehr viel zu. In der zweiten Halbzeit waren wir etwas passiv, wobei ich sagen muss, das 1:1 darf gar nicht fallen. Der vorher einwerfende Spieler hätte zehn, 15 Meter weiter hinten stehen müssen. Da waren wir dann unsortiert und sahen schlecht aus.

Wolfgang Wolf (Rostock): Das war ein sehr intensives Spiel von der ersten Minute an. Wir waren nicht so sortiert, bisschen nervös, und dann führten Abstimmungsprobleme zum Gegentor. Das war schon sehr unglücklich. Wir haben teilweise ganz gute Angriffe gezeigt, sie aber nicht abgeschlossen. Wir stellten dann zur zweiten Halbzeit ein bisschen um und machten verdient den Ausgleich. Bis zum Platzverweis war das okay, aber letztlich müssen wir mit dem Punkt leben und werden versuchen, den Dreier am Mittwoch in Burghausen zu holen.

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