Aufgeregter Beinlich

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22. Juli 2010, 07:17 Uhr

Rostock | "Ich bin viel aufgeregter, als ich es als Spieler war und das schon seit Tagen", verrät Hansas Sportlicher Leiter Stefan Beinlich. Der Manager-Novize ist seit gut zwei Monaten im Amt, hatte nur wenig Zeit, um den Club auf seine erste Saison in der dritten Liga vorzubereiten. "Es ist schon eine spannende Situation mit neuer Mannschaft, neuem Trainer und neuem Vorstand. Wir haben in den vergangenen Wochen eine Menge Dinge auf den Weg gebracht und hoffen, dass sie sich positiv auswirken", so der ehemalige Mittelfeldspieler.

Dabei war es harte Arbeit, die Kicker für ein Engagement beim FCH zu gewinnen. Gutes Wetter brachte manchmal den entscheidenden Durchbruch. "Viel Geld verdienen kann man in Rostock nicht. Aber klar können wir mit Umfeld, Stadion und den Trainingsbedingungen punkten. Zudem haben wir immer gehofft, dass die Sonne scheint, wenn wir Spieler zu Gesprächen eingeladen haben", erklärt Beinlich.

Statt Bayern München oder Werder Bremen geht es für die Ostseestädter in der kommenden Saison gegen die Reserve-Teams der deutschen Traditionsvereine. Hinzu kommen einige gänzlich neue Gegner. Schon morgen im Heimspiel gegen den VfR Aalen trifft Hansa auf einen Kontrahenten, gegen den man noch nie spielte. Dazu zählen auch noch der 1. FC Heidenheim, Jahn Regensburg und der SV Sandhausen mit dem ehemaligen Rostocker Stürmer Regis Dorn. "Erzählen kann man viel und auch wenn es jetzt zwei Euro ins Phrasenschwein kostet, es zählt nun einmal einzig und allein das Ergebnis vom Sonnabend", ist sich der Manager der Bedeutung der Auftaktbegegnung klar.

Im Umfeld hat er eine gewisse Euphorie ausgemacht. "Das Feedback ist gut. Man hat es auch auf dem Fan- und Familientag gesehen, wie die Mannschaft angenommen wird, auch wenn viele die Spieler bislang kaum kennen. Ich hoffe, dass am Sonnabend auch viele Fans ins Stadion kommen und uns unterstützen", sagt Stefan Beinlich.

288 Erst- und 56-Zweitliga-Partien hat er in seiner Karriere absolviert, trug oft die Kapitänsbinde und ging als Führungsspieler voran. Morgen erfolgt der Anpfiff zu einem neuen Leben, die erste Begegnung als Manager. "Das Schlimme ist, dass man jetzt nicht mehr selbst eingreifen kann. Na klar, kann man die Mannschaft gestalten, aufbauen und zusammenstellen, aber am Sonnabend, wenn es auf dem Platz zur Sache geht, ist man eben machtlos. Es war für mich schon als Spieler schlimm, wenn ich von außen zuschauen musste", so "Paule", der sich durch einen regen Austausch mit Trainer Peter Vollmann auf dem Laufenden hält: "Wir sprechen ständig miteinander. Ich überzeugt davon, dass er die Truppe richtig einstellt."

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