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FC Hansa Rostock mit glanzlosem 2:0-Erfolg gegen Torgelow : Arbeitssieg mit Licht und Schatten

vom

Mit einem 2:0-Arbeitssieg ist der FC Hansa Rostock am Sonnabend ins Viertelfinale des Landespokals eingezogen. Beim Torgelower SV Greif genügten dem Favoriten zwei Treffer, um den Regionalligisten in die Knie zu zwingen.

svz.de von
erstellt am 14.Okt.2012 | 06:56 Uhr

Torgelow | Mit einem 2:0 (2:0)-Arbeitssieg ist der FC Hansa Rostock am Sonnabend ins Viertelfinale des Fußball-Landespokals eingezogen. Beim Torgelower SV Greif genügten dem Favoriten zwei Treffer von Johan Plat (7.) und Tom Weilandt (40.), um den Regionalligisten in die Knie zu zwingen. "Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Ärgerlich war, dass wir nach der Halbzeit den Sack nicht zugebunden haben", sah Hansa-Coach Marc Fascher beim Auftritt seiner Mannschaft in Ostvorpommern Licht und Schatten.

Couragiert und konzentriert: Drittligist lässt Klasse aufblitzen

Dabei begann der Drittligist vor der perfekten Kulisse von 2200 Zuschauern in der Gießerei-Arena konzentriert und couragiert. Bereits nach sieben Minuten bediente Noël Alexandre Mendy mit einem langen Ball Johan Plat. Der Holländer, der wie erwartet den Vorzug vor dem zuletzt erkälteten Ondrej Smetana erhalten hatte, ließ zwei Abwehrspieler aussteigen und vollendete trocken per Linksschuss ins rechte untere Ecke zum 1:0. Kurz darauf setzte sich der agile Nils Quaschner auf der rechten Seite durch, passte auf Tom Weilandt, der knapp scheiterte (12.).

Erst nach einer Viertelstunde tauten die Greifen etwas auf, wagten sich gelegentlich vor das von Jörg Hahnel gehütete Hansa-Tor. Die beste Chance der ansonsten im Angriff mut- und glücklos agierenden Torgelower vergab Michael Freyer, der aus spitzem Winkel den Ball ans Außennetz schoss (15.). "Wir haben in der Vorwärtsbewegung zu wenig Druck aufgebaut und unsere Angriffe nicht gut ausgespielt", bestätigte Torgelows Trainer Jürgen Decker.

Bis zur Pause kontrollierten die Rostocker clever das Spiel, ohne Torgefahr auszustrahlen. Nur einmal, bei einem Konter über die linke Seite, ließen die Profis ihre Klasse aufblitzen. Nach einem Doppelpass startete Michael Blum bis zur Grundlinie durch, legte auf Weilandt zurück, der gegen die Laufrichtung des Keepers zum 2:0 einschob. "Das Tor war vom Feinsten herausgespielt", lobte der Hansa-Coach.

Weniger gefiel ihm die Leistung seiner Mannen im zweiten Abschnitt. Sie taten nur noch das Nötigste und versäumten es bei den klaren Chancen von Weilandt (59.) und Quaschner (62., 63.), den dritten Treffer nachzulegen. "Da musste ich schon einige Male die hohe Stirn in Falten legen", sagte Fascher. Einziger Aufreger in dieser Phase: Ein Hansa-"Flitzer" legte einen Sprint auf die Laufbahn und konnte nur mit Mühe von den Ordnern gestoppt werden.

Auf dem Platz konnten sich die Gäste am Ende bei den abschlussschwachen Torgelowern bedanken, dass sie nicht in die Bredouille gerieten. Nach einer Ecke kratzte Leonhard Haas einen Schuss von Mike Keyser von der Linie (49.). Daniel Pankau bekam bei seinem Kopfstoß aus Nahdistanz keinen Druck hinter den Ball (75.). Und auch den eingewechselten Christoph Stöter (Schuss von Hahnel pariert) und Djibril N’Diaye (Kopfball vorbei) blieben der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit versagt.

"Wir haben in der zweiten Halbzeit nicht genug getan, sind aber eine Runde weiter. Nur das zählt", fasste Hansa-Kapitän Sebastian Pelzer zusammen. Einzige Wermutstropfen aus Sicht des Drittligisten: Mit Blum (Prellung am Schienbein) und Denis Berger (Schulter ausgekugelt) fielen zwei Mittelfeldspieler innerhalb weniger Minuten verletzungsbedingt aus. FC Hansa Rostock: Hahnel - Mendy, Holst, Gusche, Pelzer - Leemans, Haas, Quaschner, Weilandt, Blum (59. Berger, 74. Humbert) - Plat (86. Albrecht).

Schiedsrichter: Scheller (Greifswald). Zuschauer: 2200. Tore: 0:1 Plat (7.), 0:2 Weilandt (40.).

Außerdem spielten,
2. Runde: TSG Gadebusch - Anker Wismar 0:2 (0:2);
Achtelfinale: TSV Bützow - TSG Neustrelitz 0:2 (0:0); Gnoiener SV - Grimmener SV 1:0 (0:0); SV Dargun - FSV Bentwisch 0:2 (0:0); MSV Pampow - 1. FC Neubrandenburg 1:0 (1:0); Greifswalder SV - FSV Malchin 4:2 (2:1), FC Schönberg 95 - Malchower SV 90 2:4 i.E. (2:2, 1:1).

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