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Schweriner SC : An Dramatik kaum zu überbieten

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Die Volleyballerinnen des Schweriner SC mussten sich gestern im Hinspiel des Play-off-Viertelfinales beim VfB Suhl geschlagen geben. Jetzt heißt es für den amtierenden deutschen Meister am Mittwoch alle Kräfte bündeln.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2012 | 08:44 Uhr

Suhl | Die Volleyballerinnen des Schweriner SC mussten sich gestern nach sage und schreibe 140 Minuten (!) 2:3 (20, -23, - 26, 23, -22) im Hinspiel des Play-off-Viertelfinales beim VfB Suhl geschlagen geben. Jetzt heißt es für den amtierenden deutschen Meister am Mittwoch in heimischer Halle alle Kräfte bündeln und über den Golden Set das Halbfinale zu erreichen.

Ähnlich wie beim 3:2-Erfolg im Bundesliga-Hinspiel im Dezember wuchs der VfB Suhl über sich hinaus und musste diesmal, anders als damals, gar nicht mit 0:2 Sätzen zurück liegen. Auch diesmal führte Schwerin mit 1:0 Sätzen. Aber diesmal ließen sich die Suhlerinnen überhaupt nicht aus der Ruhe bringen - auch nicht von den wuchtig geschlagenen Bällen von Schwerins Patricia Thormann, die von Suhls Trainer Felix Koslowski nach dem Spiel auch zur wertvollsten Schwerinerin gewählt wurde.

Doch bereits zu diesem Zeitpunkt wurde deutlich, wo an diesem Tag die Schweriner Schwäche lag: beim Aufschlag. Suhl machte in diesem Spielelement zwar auch Fehler, aber eben nicht so viele. Genau damit sollte SSC-Trainer Teun Buijs nach dem Spiel auch hadern und sagte: "Genau in den entscheidenden Situationen machen wir solche einfachen Fehler" und fügte hinzu: "Aber so eng liegen eben manchmal Freud und Leid beieinander."

Auf der anderen Seite raufte sich Felix Koslowski, ja ein gebürtiger Schweriner, vor Freude die Haare. "Wir hatten so viele Matchbälle, ich weiß gar nicht mehr, wie viele. Aber das ist ja jetzt auch egal. Ich muss meinen Mädels ein Riesenkompliment machen, sie haben heute eine echte Energieleistung vollbracht, das Spiel war wirklich schwer und vor allem mental anstrengend", sprudelte es aus ihm heraus.

Mental anstrengend war es in der Tat. Suhl nutzte im alles entscheidenden Tiebreak erst seinen neunten Matchball und musste vorher sogar noch einen von Schwerin abwehren. Aber ein Block von Christina Speer und Vendula Merkova setzte dem nervenaufreibenden Finale dieses Spiels ein Ende.

Im ersten Satz hatten die Gäste aus Schwerin das Zepter klar in der Hand, und es sah zunächst nach einem klaren Sieg für den haushohen Favoriten aus. Aber ab dem zweiten Satz offenbarten die Gäste eine weitere kleine Schwäche, denn sie kamen mit dem Suhler Aufschlag immer weniger zurecht. Zwar wurde es in der Endphase noch einmal eng,der fünfte Suhler Satzball saß dann aber. Und auch der dritte Satz ging an den VfB - auch weil Schwerin jetzt nicht mehr mit voller Wucht an die Bälle haute. Nachdem auch Suhl, mit Vendula Merkova einen Aufschlagfehler fabrizierte, stand es später 2:2 nach Sätzen, der Tiebreak musste also die Entscheidung bringen. Der war dann an Spannung wirklich nicht mehr zu überbieten. Zunächst führten die Gäste mit 7:5, beim 8:8 aber war der VfB wieder dran. Der Rest ging im Lärm unter. Während sich die Suhlerinnen jubelnd in den Armen lagen, schauten die Schwerinerinnen etwas bedröppelt drein. "Aber wir haben ja noch eine Chance im Rückspiel", sagte Patricia Thormann.

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