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Casting-Kandidat aus Schwerin : Alle gegen den BVB - Marius auch?

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"Alle gegen den BVB" - und möglicherweise einer davon aus Schwerin: Ab heute wird auf Sat.1 eine Fußball-Elf aus Prominenten und Freizeitkickern zusammen gestellt. Die wird dann gegen Borussia Dortmund antreten.

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erstellt am 14.Jun.2013 | 10:44 Uhr

Schwerin/Dortmund | "Alle gegen den BVB" - und möglicherweise einer davon aus Schwerin: Heute (ab 23.20 Uhr) und an den folgenden drei Freitagabenden stellt auf Sat.1 ein Kompetenzteam, bestehend aus Comedian Oliver Pocher, Bayer Leverkusens schwergewichtigem Ex-Manager Reiner Calmund und dem früheren Bundesliga-Trainer Winnie Schäfer eine möglichst schlagkräftige Fußball-Elf aus Prominenten und Freizeitkickern zusammen. Die wird dann am 6. Juli gegen Borussia Dortmund antreten. Dass sie dabei in die Fußstapfen des FC Bayern treten kann, der den BVB jüngst im Champions-League-Finale mit 2:1 bezwang, ist eher unwahrscheinlich. Ganz sicher ist hingegen schon jetzt, dass die Partie, die um 20.15 Uhr beginnt, live auf Sat.1 übertragen wird.

Bereits seit dem Winter laufen auf dem Privatsender die Werbetrailer für das Fußball-Casting. Einer, der sich daraufhin beworben hat, ist der Schweriner Marius Munser. "Ich habe ein Video eingeschickt mit kleinen fußballerischen Kunststückchen und ein paar Sätzen, warum ich unbedingt dabei sein wollte", erinnert sich der 24-Jährige, der die Nachwuchsschule des FC Eintracht Schwerin bis hin zur Verbandsliga-Elf der Männer durchlief. Heute arbeitet er in Berlin als Physiotherapeut bei Dr. Matthias Viktor Schromm, dem Arzt der deutschen Auswahlruderer, und schießt Tore für den hauptstädtischen Bezirksliga-Dritten Concordia Wilhelmsruh. "Ich dachte: Versuch es einfach, mehr als dich ablehnen können sie ja nicht."

Statt einer Ablehnung ereilte ihn jedoch ein Anruf der Pocher-Redaktion mit einer Einladung zum Casting. "Allerdings für die Abwehr. Das hat mich zwar ein wenig verwundert, weil ich mich für den offensiven Mannschafts teil beworben hatte. Aber egal, wenn man bei so etwas mitmachen kann…", meint der, wie er selbst sagt, "fußballverrückte" Single.

Schon seit seinem fünften Lebensjahr jagt Marius dem runden Leder hinterher. "Praktisch genauso lange bin ich auch Dortmund-Fan", erzählt er und ist bis in die Haarspitzen motiviert, es ins Team zu schaffen. "Meine Idole nicht nur live zu sehen, sondern mit ihnen zusammenzutreffen, das ist einfach ein Traum. Besonders Jürgen Klopp, den verehre ich, der ist mein absolutes Vorbild."

Bis es aber soweit ist - wenn es denn überhaupt dazu kommen sollte - muss sich der technisch überaus beschlagene Rechtsfuß noch gegen einige Mitbewerber durchsetzen. Heute Abend kann er sich noch bequem zurücklehnen, denn da sind erst einmal die Kandidaten für den Angriff am Zug. Am nächsten Freitag (Sendebeginn 22.15 Uhr) muss er dann alles aus sich herausholen, um sich in den Kader zu spielen, aus dem sich schließlich am Freitag, den 5. Juli (22.30 Uhr), die Startelf herausschälen wird.

Neben dem Mecklenburger bewerben sich um die Plätze in der Abwehr drei weitere Amateurkicker sowie die Promis Paymen Amin (bekannt als Juror früherer Topmodel-Staffeln von Heidi Klum), Tigerentenclub-Moderator Pete Dwojak, Timo Scheider (DTM-Champion 2008 und 2009) und David Werker, Autor von "Morgens 15.30 Uhr in Deutschland - Handbuch für aufgeweckte Studenten".

"Wir wohnen alle in einem Hotel direkt am Vereinsgelände mit Blick auf das Dortmunder Borussen-Stadion", erzählt Marius begeistert. "Und die Jungs sind auch voll locker drauf. Wir machen viel Quatsch miteinander. Aber wir pushen uns auch auf dem Platz und helfen uns gegenseitig bei den oft ungewohnten und gar nicht so leichten Übungen."

Als schwerer als den fußballerischen Teil, aber als nicht weniger interessant, empfindet der Blondschopf die ersten Erfahrungen mit der Kamera. "Einmal waren wir im Stadion im Umkleidetrakt und wurden in der Gästekabine interviewt. Da ich normalerweise ziemlich schnell spreche, war das nicht so einfach. Vor der Kamera musst du dich zusammenreißen, langsamer und vor allem deutlich reden. Aber Spaß macht das schon." Überhaupt möchte er die Zeit genießen, "alles aufsaugen, was ich hier erlebe".

Zum Beispiel auch die Casting-Prüfung. Dabei werden sich die Kandidaten unter anderem gegen Bundesliga-Fußballerinnen durchzusetzen versuchen, bei einem "Drehwurm"-Test völlig schwindelig gespielt Torschüsse probieren oder auch beim Kleinfeldfußball ihr Können beweisen. "Beim Training läuft das schon ganz gut", sagt Marius. Ob es am Ende auch in der Prüfung gut genug für ihn läuft, wird er erst wissen, wenn Oliver Pocher in Anlehnung an Heidi Klums Topmodel-Fotos für die Qualifizierten spezielle Trikots bereithält. "Und wenn bei einem davon auf dem Rückenteil der Name Munser stünde…", träumt der Schweriner.

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