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Volleballerinnen des Schweriner SC gewinnen mit 3:2 : Achterbahnfahrt in Wiesbaden

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Glück hat nur der Tüchtige: Nach dem 3:2-Heimerfolg über Meister Rote Raben Vilsbiburg hatten die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC am Sonnabend beim VC Wiesbaden erneut das bessere Ende für sich.

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erstellt am 30.Jan.2011 | 06:08 Uhr

Wiesbaden | Glück hat nur der Tüchtige: Nach dem 3:2-Heimerfolg über Meister Rote Raben Vilsbiburg hatten die Bundesliga-Volleyballerinnen des Schweriner SC am Sonnabend beim VC Wiesbaden erneut das bessere Ende für sich und bogen einen 1:2-Satzrückstand noch in einen 3:2 (-22, 17, -17, 16, 13)-Erfolg um. Nadja Schaus war die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. "Hauptsache, gewonnen", atmete die Diagonalspielerin des Schweriner SC auf. Und hatte damit zweifellos Recht. Denn am Ende war der Sieg der Mecklenburgerinnen etwas glücklich.

In der Tat standen sich in diesem Spitzenspiel zwei Mannschaften auf Augenhöhe gegenüber, entschieden am Ende winzige Kleinigkeiten. So zum Beispiel dieser vermaledeite Einbeiner der Schweriner Mittelblockerin Patricia Thormann. "Ich kenne ihre Spielweise schon lange", verriet VCW-Außenangreiferin Regina Burchardt. "Dennoch haben wir dagegen einfach kein Mittel gefunden." Dazu noch das variable Zuspiel von Denise Hanke und die schmackhafte Schweriner Suppe war perfekt.

Auf VCW-Seite gab es zwei Spielerinnen, die wie Phönix aus der Asche emporstiegen und Nadelstiche setzten. Nikolina Kovacic war die eine. Gerade mal zwei Wochen in Hessen, entpuppte sich die 24-jährige Kroatin als große Verstärkung im Außenangriff. Schon ein paar Jahre länger ist Pan Hong hier in Wiesbaden. Was die 26-jährige Mittelblockerin drauf hat, bewies sie eindrucksvoll im Spiel gegen die Schützlinge von Trainer Tore Aleksandersen.

Ähnlich wie Schaus war auch der Schweriner Coach am Ende nur froh, dass die zwei Punkte eingefahren hatte. "Ich habe mich heute oft geärgert", gewährte er einen Einblick in seine Gemütsverfassung. Vor allem den ersten Satz (22:25) hätte er am liebsten aus seinem Gedächtnis gestrichen. "Den haben wir Wiesbaden mit unseren Aufschlagfehlern geradezu geschenkt."

Auch im zweiten Satz setzte sich die Achterbahnfahrt. Nun dominierten die Gäste eindeutig, ließen sich die Butter nicht vom Brot nehmen. Schnell führten sie mit 8:1, am Ende hatteman mit 25:17 die Nase vorne. Das Ende aller VCW-Hoffnungen? Mitnichten. "Plötzlich wackelte im dritten Satz unsere Annahme wieder", schüttelte Schwerins Zuspielerin Denise Hanke den Kopf. Bis zum 9:9 war das Spiel noch ausgeglichen, dann zog der VCW bis auf 16:12 davon - 25:17 am Ende.

Doch dann zeigten die Gäste, dass sie zu den heißen Meisterschaftsfavoriten gehören. Druckvolle Schmetterbälle, starke Aufschläge und schon wackelte auch die VCW-Abwehr. Und natürlich brachte Patricia Thormann immer wieder ihren Einbeiner ins Spiel. "Schwerin war am Ende schon sehr stark", erkannte auch VCW-Spielerin Martina Novotna an. 25:16 hieß es in Durchgang vier für den Gast.

Tiebreak. Der Entscheidungssatz. Eigentlich eine Domäne des VC Wiesbaden. "Wir haben in den letzten 15 Monaten keinen Tiebreak mehr verloren", hoffte VCW-Manager Achim Exner natürlich auf eine Fortsetzung dieser Serie. Doch es kam anders. 5:8 hieß es beim Seitenwechsel, später 8:12 und 11:13 aus Sicht der Hessen. Um 21.24 Uhr verwandelten die Schwerinerinnen schließlich ihren dritten Matchball. "Schwerin ist einfach erfahrener als wir", glaubt VCW-Außenangreiferin Regina Burchardt den kleinen, aber entscheidenden Unterschied erkannt zu haben. Ach ja, und natürlich gab es noch den Thormann-Einbeiner.

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