Stromausfall sorgt für Spiel-Abburch zwischen SSC und Vilsbiburg : Abruptes Ende der Party-Laune

<fettakgl>Und nun? </fettakgl>Lucia Hatinova, Louisi Souza-Ziegler, Quinta Steenbergen, Anne Buijs, Denise Hanke und Trainer Teun Buijs (v. l.) harren nach dem Stromausfall der Dinge. <fotos>Dietmar Albrecht</fotos>
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Und nun? Lucia Hatinova, Louisi Souza-Ziegler, Quinta Steenbergen, Anne Buijs, Denise Hanke und Trainer Teun Buijs (v. l.) harren nach dem Stromausfall der Dinge. Dietmar Albrecht

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Ein Stromausfall in der Arena stoppte das Bundesliga-Aufeinandertreffen des Volleyball-Tabellenführers Schweriner SC gegen den Zweiten Rote Raben Vilsbiburg abrupt.

svz.de von
11. März 2013, 11:42 Uhr

Schwerin | Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mit diesem Sprichwort kann man getrost die Vorkommnisse am Samstagabend in der Schweriner Arena am Lambrechtsgrund zusammenfassen. "So etwas haben wir noch nicht erlebt. Es ist total schade für die vielen Zuschauer", bemerkten SSC-Mittelblockerin Anja Brandt und die zweite Zuspielerin Tanja Joachim unisono.

Ein Stromausfall in der Arena stoppte das Bundesliga-Aufeinandertreffen des Tabellenführers Schweriner SC gegen den Zweiten Rote Raben Vilsbiburg abrupt. Um 18.50 Uhr beim Stand von 19:13 im zweiten Satz - den ersten gewann der SSC mit 25:23 - wurde es für Sekundenbruchteile zappenduster in der Arena, woraufhin gleich die Notbeleuchtung ansprang. "Es ist ein schwerwiegender Schaden vermutlich im Trafohäuschen, der nicht so schnell behoben werden kann", informierte SSC-Präsident Johannes Wienecke auf Nachfrage. Betroffen war nur die Arena, alles andere in unmittelbarer Umgebung, wie die Sport- und Kongresshalle, hatte "vollen Saft". So blieb Hauptschiedrichter Hans-Dieter Gerriets nichts anderes übrig, als um 19.20 Uhr die Partie abzubrechen. Denn die Arena musste schnellstens geräumt werden und alles abgebaut werden, bevor auch noch die Notbeleuchtung ihren Geist aufgegeben hätte. "Ich habe das schon mal in Russland erlebt, als wir dort vor Jahren im CEV-Cup gespielt haben. Aber da war nach 20 Minuten das Licht wieder da", erinnerte sich SSC-Coach Teun Buijs.

DVL entscheidet heute über die Wertung

"Ich habe mit der DVL telefoniert. Sie fällt am Montag eine Entscheidung, wie die Partie gewertet wird", berichtete Ellen Peters von der SSC-Geschäftsstelle. Denkbar ist eine Wertung mit 3:0 für die Roten Raben Vilsbiburg, aber auch ein Wiederholungsspiel. Oder es gibt keine Wertung, da dieses Spiel vollkommen belanglos für die Platzierung nach der Normalrunde ist.

Dabei fing in der Arena alles so toll an. 1831 Fans kamen, um den frischgebackenen Pokalsieger nochmals zu feiern. Mit gelben und blauen Fahnen sowie einem riesigen Banner "Pokalsieger" begrüßten die begeisterten Anhänger ihr Team, das zuvor in Person jeder einzelnen Spielerin und der Trainer über die Videoleinwand ein Dankeschön an die Fans richtete wie zum Beispiel "Hurra, hurra, die besten Fans sind da." Anfeuerungsrufe begleiteten die SSC-Damen. Und es war alles auf einen weiteren Sieg gerichtet. Im zweiten Satz die erste Schrecksekunde beim SSC. Zuspielerin Denise Hanke bekommt beim 17:11 von Vilsbiburgs Mesa Luaces einen Angriffsball unabsichtlich voll ins Gesicht. "Man gut, dass das Licht erst später ausgegangen ist. Wenn ich nach dem Treffer die Augen aufgemacht hätte, und es wäre dunkel gewesen, hätte ich wohl noch gedacht, ich bin blind", nahm "Nisi" die Situation mit Humor. Sie richtete aber auch gleich ein paar Worte an den Gegner. "Ich hoffe, dass es kein Wiederholungsspiel gibt. Es macht keinen Spaß zehn Stunden im Bus zu fahren und zehn wieder zurück. Es ist so schon blöd für Vilsbiburg."

Freibier-Aktion für Pokalsieg nachholen

In der Zwangspause verließen nur wenige Fans ihre Plätze und machten noch Stimmung. Die SSC-Volleyballerinnen versuchten sich mit Trainingsübungen warm zu halten. Es half alles nichts. Und natürlich fiel auch die Pokal-Party nach dem Spiel aus. "Da werden wir uns etwas einfallen lassen und holen das nach", erklärte ein sichtlich mitgenommener SSC-Präsident.

So machten sich die Spielerinnen schon kurz vor 20 Uhr auf den Weg in ihren Kurzurlaub. Anja Brandt zum Beispiel fuhr noch am Abend zu ihren Eltern nach Elmshorn, die Oranje-Fraktion um Teun Buijs mit seiner Tochter Anne sowie Quinta Steenbergen begab sich auf den Weg nach Holland. Erst am Donnerstag geht’s mit dem Training weiter.

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