29:29 dank toller zweiter Halbzeit gegen Minden

Wieder  kommt Sven Thormann durch, wirft eines seiner zehn  Tore, ohne dass ihn die Mindener Janis Helmdach (Nr. 14) und Carl Johann Andersson daran hindern können. In der Mitte Jens Dethloff, links René Madsen (GWD). Georg Scharnweber
Wieder kommt Sven Thormann durch, wirft eines seiner zehn Tore, ohne dass ihn die Mindener Janis Helmdach (Nr. 14) und Carl Johann Andersson daran hindern können. In der Mitte Jens Dethloff, links René Madsen (GWD). Georg Scharnweber

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09. September 2010, 01:57 Uhr

rostock | War es ein gewonnener oder ein verlorener Punkt? Vor dem gestrigen Spiel der 2. Handball-Bundesliga Nord wäre der HC Empor mit Sicherheit mit einem Zähler zufrieden gewesen. Doch dann stellte sich heraus: Da war mehr drin! Die Blau-Gelben trennten sich gestern von GWD Minden 29:29 (12:17).

Es war vor 1500 Besuchern in der Stadthalle nach durchwachsenem Beginn eine extrem spannende Partie. Zu Beginn stand die HCE-Abwehr sicher. Erst nach knapp fünf Minuten kassierte Simon Herold das erste Gegentor aus dem Feld. Doch im Angriff war das Team noch sehr nervös. Oft wurde zu früh der Abschluss gesucht, so dass Ehlers und Thormann jeweils drei Mal das Tor gar nicht trafen oder sich der schwedische Keeper Anders Persson auszeichnen konnte. So ging Minden mit 4:2 in Führung. Der HCE hatte viel Mühe an den (Westfalen) dran zu bleiben. Nur durch verwandelte Strafwürfe blieb Empor in Schlagdistanz. Die Einwechslung und die Sicherheit von Torhüter Oliver Schröder gab Rostock einen Schub und das Team konnte mit 9:7 (19.) durch das erste Empor-Tor des Neuzugangs Todor Ruskov in Führung gehen. Doch dann traten die Abschlussschwächen wieder auf und Minden drehte das Ergebnis auf 9:11. Wenig später stand es bereits 11:15 und mit 12:17 ging es in die Halbzeit.

Dass fünf Tore nicht unaufholbar sind, bewies Empor nach dem Wechsel. Ein herausragender Simon Herold und vier Treffer in Folge von Gruszka, Ehlers und zwei Mal Thormann brachten die Gastgeber wieder ins Spiel. Empor kämpfte und zeigte echten Siegeswillen. Nach Dethloffs Ausgleich (19:19) warf Thormann Empor erstmals nach langer Zeit wieder in Führung (22:21/44.), die nun mehrfach wechselte. Die Schlussminuten waren ein echter Handball-Krimi. In der entscheidenden Phase hätte sich Empor sogar absetzen können, doch die Nerven flatterten und so blieb es bis zur letzten Minute ausgeglichen. Nach dem 29:28 durch Thormanns zehnten Treffer wechselte der Mindener Coach Ulf Schefvert eine halbe Minute vor dem Ende einen siebten Feldspieler ein. Die Taktik ging auf und Aljoscha Schmidt traf.

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