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Lange Reise für SSC-Volleyballerinnen die größere Herausforderung : 2405-Kilometer-Tortur bis Kasan

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Eher die Reise mit ihren ganzen Strapazen als das Spiel selbst wird für die Volleyballerinnen des Schweriner SC in diesen Tagen die große Herausforderung. Am Sonntag machten sie sich auf den Weg ins russische Kasan.

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erstellt am 10.Dez.2012 | 06:45 Uhr

Schwerin | Eher die Reise mit ihren ganzen Strapazen als das Spiel selbst wird für die Volleyballerinnen des Schweriner SC in diesen Tagen die große Herausforderung. Am Sonntag machten sie sich in aller Herrgottsfrühe auf den Weg in die russische Millionenstadt Kasan. Dort steht heute (16 Uhr MEZ/live im Internet auf www.laola1.tv) das letzte Vorrundenspiel in der Champions League gegen den russischen Meister Dinamo Kasan an.

"Ich hatte noch keinen Kontakt zur Mannschaft. Aber wenn irgendetwas nicht geklappt hätte, dann wären wir hier schon informiert worden. Ich habe nur auf Facebook die Kommentare der Spielerinnen gelesen, so von wegen der langen Wartezeit mit vier Stunden auf dem Moskauer Flughafen", berichtete uns Marten Banczyk von der SSC-Geschäftsstelle gestern. Die SSC-Damen sollten nach insgesamt 13 Stunden Reisezeit in Kasan eingetroffen sein.

"Ich war schon mal mit der Junioren-Nationalmannschaft vor zwei Jahren in Russland. Da habe ich gesagt: ,Nie wieder Russland’. Na ja, so schlimm ist es nun auch nicht", erzählte uns vor der Abreise noch SSC-Zuspielerin Tanja Joachim. Die 20-Jährige hat an ihre damalige Reise nicht allzuviel gute Erinnerungen, hatte sich doch die Mannschaft irgendeinen Virus eingefangen. "Ich bin gespannt, wie das Essen ist und hoffe, dass wir alle unversehrt wieder nach Hause kommen", so die gebürtige Schwerinerin. Zudem sei sie neugierig, "wie es in Kasan ist. In was für Hallen sie trainieren und spielen."

Laut Plan standen gestern Vormittag und am Abend jeweils eine Trainingseinheit auf dem Plan. SSC-Coach Teun Buijs erwartet heute von seinem Team "ein gutes Spiel. Es hängt auch von Kasan ab, wie sie spielen werden." Da beide Mannschaften vorzeitig für die Play-offs in der Champions League qualifiziert sind, rechnet der Niederländer damit, dass Kasan nicht unbedingt mit seinem ersten Sechser aufläuft und seinem unumstrittenen Star Ekaterina Gamova eine Pause gönnt.

Wie man allerdings den russischen Meister in Bestbesetzung in die Knie zwingen kann, haben die SSC-Damen eindrucksvoll beim 3:2-Sieg im Hinspiel bewiesen. Das war die einzige Niederlage der Russinnen, die danach viermal in Folge mit 3:0 in der Vorrunde gewonnen hatten. Und auch in der heimischen Superliga sind sie nach acht Spieltagen ungeschlagen.

Auf seiner Seite will der SSC-Cheftrainer "auch etwas ausprobieren. Ich sehe das Match als sehr gutes Training. Wir haben durch die vielen Reisen nicht so viel Zeit für Training. Und am Sonntag steht schon das nächste schwere Spiel beim USC Münster an."

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