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Volleyball SSC fertigt Potsdam souverän ab

Von Ralf Herbst | 08.11.2015, 11:05 Uhr

Die Volleyballerinnen vom Schweriner SC sind zu Hause eine Macht. Das Team von Trainer Koslowski fegte am Samstag den SC Potsdam mit 3:0 aus der Palmberg Arena.

Der Halloweenschreck von Straubing hat bei den Volleyballerinnen des Schweriner SC keine nachhaltigen Spuren hinterlassen. Eine Woche nach dem überraschenden 2:3  beim Bundesliga-Neuling in Bayern präsentierte sich der SSC am Samstagabend  vor 1900 Fans in der heimischen Palmberg-Arena wieder in Siegerlaune.

Weniger spektakulär als zuvor an gleicher Stelle Vizemeister Stuttgart (3:1) und der amtierende deutsche Meister Dresdner SC (3:2) – für solche Spiele bedarf es auch zweier Partner auf Augenhöhe – aber souverän wurde der SC Potsdam in 73 Spielminuten mit 3:0 (16, 16, 22) bezwungen.

Abgefertigt ist man sogar geneigt zu sagen angesichts des Potsdamer Kaders mit den Nationalspielerinnen Wiebke Silge und der   vom SSC nach Potsdam gewechselten Saskia Hippe sowie Regina  Mapeli Burchardt, die einst in Wiesbaden für Furore gesorgt hatte.

Am Samstag  in Schwerin durften sie alle nur einmal kurz einen Funken Hoffnung hegen. Im dritten Satz hatten sich die Gäste auf 10:6 abgesetzt. Aber auch das nur, weil sich der SSC-Sechser in dieser Phase eingedenk der beiden zuvor jeweils locker mit 25:16 gewonnenen Sätze einen geistigen Kurzurlaub gönnte. Nachdem Trainer Felix Koslowski diesem mit einer Auszeit – seiner einzigen des Abends – ein Ende gesetzt hatte, erlosch auch das Potsdamer Strohfeuer.

Der SSC-Coach war denn auch zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft. Die konnte es sich sogar leisten, Mittelblockerin Anja Brandt mit ihren latenten Schulterproblemen einen geruhsamen Abend  in der Aufwärmzone zu gönnen. „Wäre aber Not am Mann gewesen, hätte ich jederzeit einspringen können“, sagte die Nationalspielerin.

Das musste sie aber nicht, weil Marie Schölzel, im Sommer vom VCO Berlin gekommen, ein gutes Bundesliga-Debüt für den SSC hinlegte.  „Als Marie heute früh erfuhr, dass sie am Abend spielen sollte, war sie ganz blass. Nun hat sie bewiesen, dass wir auch mit ihr gewinnen können“, freute sich ihr Trainer für die   18-Jährige.

Besonders angetan aber war der Coach von der „Disziplin und Organisation in Block und Feldabwehr. Das hat    sehr gut funktioniert. Und weil wir wenig eigene Fehler produzierten, haben wir Potsdam auch keine große Chance geboten, selbst ins Spiel zu finden.“

Beleg dafür ist die mäßige Punktausbeute von Mapeli Burchardt (6) und vor allem Silge (1).    Zu ganzen fünf Angriffsschlägen wurde die  Ex-Münsteranerin insgesamt angespielt. Zum Vergleich: Beim SSC punkteten erneut Kapitän Souza Ziegler (15) und Ariel Turner (11) zweistellig. Sogar Zuspielerin Denise Hanke, als beste SSC-Spielerin geehrt, stieg zu sieben Angriffen hoch und versenkte vier davon.

Lediglich die Ex-Schwerinerin Saskia Hippe konnte auf Potsdamer Seite annehmbar punkten (17). Doch war auch sie weit entfernt davon, das Ruder herumzureißen, zumal sie im Angriff mit sieben ebensoviele Fehlschläge produzierte wie der gesamte SSC-Sechser.