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Volleyball - SSC Champagner für alle statt Vespa für einen

Von ERHA | 22.03.2018, 12:00 Uhr

Volleyballerinnen des SSC Palmberg gehen nach gutem Spiel in Istanbul gestärkt in die Liga-Playoffs

„Felix, das hast Du uns ja gar nicht gesagt, dass Du von Giovanni Guidetti eine Vespa bekommen hättest, wenn wir weitergekommen wären“, sagte SSC-Hauptangreiferin Louisa Lippmann beim Frühstück im „Volley Hotel“ in Istanbul. „Woher weißt Du das denn“, wunderte sich Trainer Felix Koslowski. „Das steht doch heute zu Hause in der Zeitung“, fuhr Deutschlands Volleyballerin des Jahres auf ihr Handy deutend fort, „hätten wir das gewusst, dann hätten wir uns doch noch viel mehr reingehauen.“

Richtig reingehauen hat sich der SSC-Sechser, in dem übrigens alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, im Halbfinal-Rückspiel des CEV-Cups am Dienstagabend im „Burhan Felek Voleybol Salonu“ gegen Eczacibasi Istanbul aber auch so. Mit einer Kopie des Hinspielresultates – 0:3 (-18, -19, -20) – hatten sie dabei dem Topfavoriten das Leben schwerer gemacht, als der sich das in eigener Halle sicherlich hätte vorstellen können.

„Wir haben gut gespielt. Nur schade, dass es nicht mit einem Satzgewinn geklappt hat“, konstatierte SSC-Kapitänin Jennifer Geerties. „Wir waren ja ziemlich nahe dran beim 19:21 im zweiten Satz“, ergänzte Trainer Koslowski. „Aber damit hast du solch eine Klassemannschaft noch lange nicht. Dann ziehen die halt die Zügel wieder an und gewinnen den Satz noch sicher mit 25:19.“

Zufrieden war aber der Coach mit der Vorstellung seiner Mädels trotzdem. „Wir haben zum Beispiel Topstar Boskovic diesmal besser in den Griff gekriegt, sie sogar einige Male blocken können. Aber dann springt zum Beispiel eine Ismailoglu, die in Schwerin gar nicht spielte, in die Bresche und macht das Gros der Punkte. Die haben halt so einen Kader.“

Für den SSC-Trainer lag der entscheidende Wert der Partie darin, ein Top-Training gewesen zu sein für die nächsten Aufgaben in den Bundesliga-Playoffs. Da geht es bekanntlich schon am Sonntag (14.30 Uhr) in Münster darum, sich möglichst mit einem zweiten Sieg über Gastgeber USC bereits in der zweiten Viertelfinalpartie für das Halbfinale zu qualifizieren. In Vorbereitung darauf wurde am Mittwoch noch in Istanbul eine Krafteinheit absolviert.

Übrigens: Mit der Vespa ist es ja leider nichts geworden. Aber am Abend nach dem Spiel gab es für die Mannschaft zum Anstoßen eine Flasche Moet, gestiftet von den 13 nach Istanbul mitgereisten Vertretern des SSC-Fanclubs „Gelbe Wand“. Weiß der Geier, wo die Fans den Champagner in der heutigentags Null-Promille-Millionen-Metropole am Bosporus aufgetrieben haben…