Mecklenburgs Top-Pilot Armin Kremer zeigt sich bei der Rallye Argentinien : Schnell unterwegs - aber nicht im Ziel

Wer schnell sein will, muss fliegen: Armin Kremer und Co-Pilot Klaus Wiche haben kurz die Bodenhaftung verloren. FOTO: ISPFD
Wer schnell sein will, muss fliegen: Armin Kremer und Co-Pilot Klaus Wiche haben kurz die Bodenhaftung verloren. FOTO: ISPFD

Rallye-Pilot Armin Kremer erlebte nach seiner vierjähriger Abstinenz in der WRC-Szene einen anspruchsvollen WM-Lauf. Mit sehr guten Zeiten und schließlich mit einem vorzeitigen Aus wegen einer defekten Ölpumpe.

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31. Mai 2011, 08:30 Uhr

Schwerin | Der Mecklenburger Rallye-Pilot Armin Kremer erlebte nach vierjähriger Abstinenz in der WRC-Szene einen äußerst anspruchsvollen WM-Lauf in Argentinien. Mit einigen Ecken und Kanten, mit sehr guten Zeiten und schließlich mit einem vorzeitigen Aus wegen einer defekten Ölpumpe.

Zum Auftakt im sogenannten Shakedown über 3,02 km fuhr Kremer auf Startplatz 19. Sein erfahrener Co-Pilot Klaus Wicha meinte anschließend nach dem Streckenstudium der Rallye: "Der hohe Anteil von 68 km Asphalt sind, besonders für die Reifen, eine Herausforderung, die es zu meistern gilt."

Bis zur Weertungsprüfung (WP) 5 verbesserte sich das Team auf Gesamtrang 16, bei der WP 6 gab es eine Havarie. Kremer: "Plötzlich zog das Auto nach links - eine unerwünschte Einparkhilfe, da konnte man nichts mehr machen."

Tolle Leistung der Servicecrew dann über Nacht! Leicht müde, aber stolz verkündete Chefingenieur Fred Nowak: Das Auto ist wieder startklar, ohne Schlaf wurde durchgeschraubt." Spurstange, Radaufhängung, Intercooler, Ölkühler, Stoßstange und die beiden voreren Kotflügel wurden ausgetauscht.

"Heute sind die Prüfungen nicht so extrem rau wie gestern, wir hoffen, dass die Technik hält", so Klaus Wicha vor dem Start zur WP 8. Doch es zeigte sich, dass die Leistung und das Fahrwerk noch nicht optimal liefen. Das Fahrwerk musste nochmals neu abgestimmt werden.

Es wurde eine erfolgreiche zweite Tagesetappe über acht Wertungsprüfungen, Kremer verbesserte sich auf Gesamtrang 13. Für den Schlusstag standen nur noch vier WP an, allen voran die längste der Rallye Argentinien über 48,21 km, danach nur noch drei Kurz-WP über zweimal 3,9 sowie über 3,02 km.

Innerhalb der Gruppe N fuhr Kremer Zwischenbestzeiten auf der längsten Prüfung WP 16 der diesjährigen Rallye-WM. "Das Auto fuhr sich viel besser als an den vorherigen Tagen, Traktion und Ansprechverhalten des Turboladers waren perfekt", so Armin Kremer im Fahrerlager. Nach vier Jahren Rallye-Abstinenz konnte er am dritten Tag an seine alte Form anknüpfen und Bestzeiten in seiner Klasse einfahren.

Diese perfekte Performance konnte die Technik leider nicht bis zum Ende halten. Ein Defekt an der Ölpumpe und ein damit verbundenes Motorsterben bremste die hohen Erwartungen des gesamten Teams.

"Dennoch hat sich die Reise auf jeden Fall gelohnt. Wir wissen, dass wir den Speed der Weltspitze in dieser Klasse mithalten können", resümierte Kremer, "mit der Argentinien-Rallye haben wir jetzt noch eine Rechnung zu begleichen."

Für den Mecklenburger ging es sofort weiter zur BAJA 500 California. Mit Armin Schwarz teilt er sich das Cockpit des AGM-Buggys. Ziel der beiden Deutschen: Sieg. Auch Schwarz weilte bei der Argentinien-Rallye in Carlos Paz, als Co-Kommentator für den TV-Sender Sport1.

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