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Sport

15. Dezember 2017 | 01:55 Uhr

Postler waren "heiß wie Frittenfett"

vom

svz.de von
erstellt am 24.Mai.2010 | 07:50 Uhr

Schwerin | Diese Partie wollten die Zweitliga-Handballer von Post Schwerin unbedingt ziehen. Zu sehr wurmte die Hinspielschlappe von 28:40 vom Dezember in Rostock. Und die stark ersatzgeschwächt angetretene Truppe um den Mann des Tages, Post-Spielführer Alexander Ladig, war "heiß wie Frittenfett." Der 27:23 (13:10)-Sieg war am Ende auch in der Höhe verdient. Damit fuhren die Landeshauptstädter im 75. Mecklenburg-Derby zugleich den 20. Sieg ein.

"Schwerin war sehr heiß und trotz deren Probleme im Rückraum wuchsen alle über sich hinaus. Vielleicht wäre es für uns besser gewesen, hätte Ingo Heinze (Daumen-OP am Donnerstag - d. A.) bei Post spielen können . Uns fehlte das rechte Konzept im Angriff. Zudem hatte Igor (Levshin - d. A.) einen sehr guten Tag", meinte Rostocks bester Akteur, Torben Ehlers, nach Abpfiff. Und der diesmal ziemlich blass bleibende Empor-Rückraummann Sven Thormann, der im Hinspiel die Schweriner noch fast im Alleingang "abgeschossen" hatte, konstatierte: "Levshin hat super gehalten. Uns fehlten heute die einfachen Tore."

Währenddessen bildete der SVP, bei dem vor Spielbeginn mit Christian Zufelde (wechselt zum Erstligisten TG Melsungen), Erik Axelsson (zurück nach Schweden) und dem dritten Torwart Christian Blank ein Trio verabschiedet wurde, den Siegeskreis. In den 60 Minuten zuvor hatte man vor den 2810 Fans, darunter ca. 200 aus Rostock, eindrucksvoll gezeigt, wer Herr in der Sport- und Kongresshalle ist. In der Saison gab es lediglich gegen Emsdetten eine Heimniederlage. Den Rostockern gelang im 75. Duell nie die Führung, lediglich beim 9:9 (23.) stand es pari. Bezeichnend für das Spiel am Sonnabend war die Zwei-plus-zwei-Strafe für Ladig beim Stand von 16:14 (36.). Nach eigenemTorerfolg konnte der Post-Kapitän das Meckern nicht lassen, was die insgesamt schwachen Schiris aus Sachsen-Anhalt mit einer doppelten Bestrafung ahndeten. Doch Empor konnte daraus keinen Nutzen ziehen und verlor die vierminütige Überzahl gar noch mit 1:2 Toren. Post enteilte in der Folge auf 21:16 (44.), auf mehr als bis auf zwei Treffer (19:21/46.), 22:24/55., 23:25/57.) kamen die Gäste nicht mehr ran.

Schwerin war in Feierlaune. Nur einer wirkte geknickt: Ingo Heinze. Er musste tatenlos zusehen, wie ihn der Nordhorner Maik Machulla dank seiner elf Treffer die Torjäger-Kanone der Nordstaffel noch um zwei Tore wegschnappte. Dennoch gabs einen Pokal für Ingo - für den "Post-Spieler der Saison". 44 % der bei der Umfrage mitmachenden 500 Fans hatten für ihn votiert.

Trainerstimmen

Dirk Beuchler (Schwerin): Das ist ein super Saisonabschluss in einem kampfbetonten Spiel. Ein Kompliment an die Mannschaft, die die Saison über eine Topleistung geboten hat und am Ende verdienter Dritter wurde. Jetzt stehen erst sechs Wochen Urlaub an. Und dann hoffe ich, dass die Handball-Begeisterung weiter anhält. Dies haben die Mannschaft und die Stadt verdient.

Lars Rabenhorst (Rostock): Wir haben heute verloren, weil wir teilweise schlecht geworfen haben. Zudem hat Igor Levshin im Post-Tor im Gegensatz zum Hinspiel gut gehalten. Am Anfang gab es eine Menge Zeitstrafen, die brachten uns ins Hintertreffen. Dennoch hatten wir die Chance, ranzukommen. Unterm Strich haben die Jungs eine tolle Serie gespielt. Platz fünf ist das Beste für den HC Empor seit 1996.

Schwerin: Levshin (17 Par.), Niepagen (n.e.) - An clais 8/3, Ladig 7/1, Prothmann 3, Pries 3, Zufelde 2, Axelsson 3, Riediger 1, Wirt, Rauch, Hartfiel (n.e.).

Rostock: Herold (11. P.), Schröder (ab 52./3. P.) - Ehlers 5, Todosijevic 5/2, Bruna 3/3, Thormann 4, Runge 3, Dethloff 2, Gudz, Köhler 1, Sadewasser (n.e.), Höwt (n.e.), Zemlin (n.e.).

SR: Harms/Mahlich (Magdeburg/Stendal). Z.: 2810. 7-m: 6/4:8/5 (Zufelde, Ladig scheitern an Herold - Levshin hält gegen Todosijevic 2x und Bruna). Strafminuten: 10:12 (Riediger 4, Ladig 2+2, Anclais - Ehlers 4, Thormann, Bruna, Gudz, Todosijevic). Beste Spieler: Ladig, Levshin, Anclais - Ehlers, Herold (1. HZ). Spielfilm: 2:0 (5.), 4:3 (12.), 8:4 (17.), 9:9 (24.), 13:10 HZ - 15:14 (36.), 21:16 (44.), 21:19 (46.), 24:20 (52.), 24:22 (55.), 27:23.

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