Olympia-Skepsis : Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an dopingfreie Spiele

Das Doping-Kontroll-Zentrum im olympischen Dorf in Pyeongchang.
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Das Doping-Kontroll-Zentrum im olympischen Dorf in Pyeongchang.

Die Mehrheit der Deutschen ist davon überzeugt, dass auch die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang wieder vom Doping-Problem überschattet werden.

svz.de von
09. Februar 2018, 08:44 Uhr

In einer repräsentativen Umfrage von Welt/Emnid gingen 48 Prozent der Befragten davon aus, dass in geringem Maße bei den Spielen gedopt werde, weitere 34 Prozent erwarten hingegen eine große Zahl von Dopingfällen. Lediglich sieben Prozent der Befragten glauben, dass das Weltsport-Fest in Südkorea dopingfrei ist. Insgesamt waren circa 1000 Personen befragt worden.

Noch bis kurz vor Beginn der Winterspiele in Südkorea musste sich der Internationale Sportgerichtshof CAS mit den Folgen der von Russland organisierten Doping-Manipulationen vor vier Jahren in Sotschi beschäftigen. Wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier hatte der CAS eine Klage von 45 russischen Sportlern und zwei Betreuern zurückgewiesen.

Sie hatten auf diesem Weg versucht, doch noch an den Wettkämpfen in Pyeongchang teilzunehmen. Zu den betroffenen Sportlern zählen der sechsmalige Shorttrack-Olympiasieger Viktor Ahn, Biathlon-Staffel-Olympiasieger Anton Schipulin sowie die Top-Ski-Langläufer Sergej Ustjugow und Ruslan Sacharow sowie Eiskunstlauf-Olympiasiegerin Xenia Stolbowa.

Damit bleibt es bei 168 Teilnehmern aus Russland, die für die 23. Winterspiele vom Internationalen Olympischen Komitee zugelassen worden sind. Die russischen Sportler starten nach dem Ausschluss ihres Nationalen Olympischen Komitees unter neutraler Flagge und ohne Hymne als «Olympische Athleten aus Russland».

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