Nach Training : Rodel-Olympiasieger Loch zuversichtlich - «Waren gute Läufe»

Felix Loch ist optimistisch vor dem Olympia-Wettkampf.
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Felix Loch ist optimistisch vor dem Olympia-Wettkampf.

Sein Gefühl für die Olympia-Bahn ist gut, dennoch ging der letzte Trainingslauf für Rodel-Olympiasieger Felix Loch voll daneben. Doch er gibt Entwarnung: Schuld war die aufkommende Sonne. In der Kälte hingegen setzt er auf seine «scharfe Schiene unterm Schlitten».

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09. Februar 2018, 09:26 Uhr

Das Resultat des Abschlusstrainings lächelte Rodler Felix Loch gekonnt weg. Für den zwölften Platz mit mehr als vier Zehntelsekunden Rückstand auf den jungen Russen Roman Repilow, der gleich zwei Bestzeiten aufstellte, hatte der dreimalige Olympiasieger eine Erklärung.

«Mein zweiter Lauf war natürlich nicht so gut, die Bahn war plötzlich sehr warm und hat im unteren Bereich schon sehr nachgelassen. Aber es ist nicht schlimm, es waren bislang gute Läufe», meinte der Topfavorit aus Berchtesgaden und geht am Samstag zuversichtlich mit Startnummer fünf in sein olympisches Einzel-Rennen in Pyeongchang.

Das Eis sei im Vergleich zu den Weltcuprennen und der internationalen Trainingswoche im Vorjahr schneller und besser geworden. «Man kommt jetzt auf jeden Fall gut durch die Kurve neun», sagte der 28-jährige Loch mit Hinweis auf die Schlüsselstelle der Bahn. In den niedrigen Temperaturen sieht Loch keine Gefahr beim Lenken: «Wir haben eine relativ scharfe Schiene unterm Schlitten, da können wir recht viel machen. Es ist egal, ob minus sieben oder minus elf Grad. Ich habe damit überhaupt keine Probleme.»

Mit seinem möglichen dritten Einzelsieg bei Olympia könnte der 28-Jährige mit seinem Idol Georg Hackl gleichziehen. Mit dann viermal Olympia-Gold würde er seinen Mentor sogar überflügeln. 2014 gewann Loch auch den neu eingeführten Teamwettbewerb. WM-Titel und Weltcup-Gesamtsiege hatte Loch ohnehin schon mehr als Hackl.

Medaillenchancen rechnet sich auch Andi Langenhan aus. Der Thüringer aus Zella-Mehlis zählt mit dem österreichischen Weltmeister Wolfgang Kindl sowie den Russen Roman Repilow und Semen Pawlischenko zum Favoritenkreis. «Die Läufe waren jetzt nicht so pralle, wie ich es mir vorgestellt habe. Doch der letzte war schön, nur war die Bahn langsam», sagte Langenhan. Er betonte: «Klar ziele ich mindestens auf Bronze, doch wer die Bahn gesehen hat, der sagt auch: Ich kann nicht vorhersagen, wie es ausgeht.»

Olympia-Debütant Johannes Ludwig aus Oberhof meinte: «Am Anfang war die Anspannung enorm groß, nach sechs Läufen merkt man aber, es ist doch nur Rodeln. Ich konnte Konstanz reinbringen und habe ein gutes Gefühl für die Bahn entwickelt.» Für Ludwig spielt die Kälte aus einem anderen Grund eine Rolle. «Da muss man schon ein bisschen aufs Visier achten. Man muss es vor dem Start warm einpacken, sonst friert es während der Fahrt zu. Da schmieren wir noch einige Extramittelchen ein.»

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