Klarer Sieg : Kanada gewinnt Gold im Eiskunstlauf-Teamevent

Der Kanadier Patrick Chan bei seiner Kür auf dem Eis.
Der Kanadier Patrick Chan bei seiner Kür auf dem Eis.

Die Revanche glückt: Kanadas Eiskunstläufer gewinnen vor den Russen das Teamevent in Südkorea. Bei der Einführung vor vier Jahren in Sotschi war es andersrum. Die Deutschen verpassten das Finale und hätten den Wettkampf-Termin künftig gern am Ende der Winterspiele.

svz.de von
12. Februar 2018, 07:54 Uhr

Kanada hat im olympischen Teamwettbewerb der Eiskunstläufer seine erste Goldmedaille bei den Winterspielen in Pyeongchang gewonnen.

Mit 73 Punkten verwiesen die Nordamerikaner die Olympischen Athleten aus Russland (66 Punkte) auf Platz zwei. Die USA holten am Montag in der Gangneung Eisarena mit 62 Zählern Bronze. Bei der Einführung des Teamwettkampfes vor vier Jahren in Sotschi hatten sich die Russen Gold gesichert, Kanada Silber. Das deutsche Team war in Südkorea als Siebter vor dem Finale ausgeschieden.

«Das ist schon bemerkenswert, wie ernst die Kanadier den Wettkampf nehmen», sagte die zweimalige Olympiasiegerin Katarina Witt in der ARD. Die Deutschen waren zufrieden mit ihrem Auftritt trotz einiger Patzern, nahmen ihn aber eher als Aufwärmprogramm. «Natürlich liegt der Fokus auf dem individuellen Ereignis», sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union. «Ein Termin am Ende der Spiele wäre besser, da gehört der attraktive Teamwettkampf hin.» Möglicherweise will man beim Kongress des Weltverbandes ISU im Sommer einen Vorstoß machen. Die Chancen scheinen aber gering, denn der Zeitplan bei Winterspielen ist extrem eng.

Die Stars zum Abschluss waren die Damen mit ihren außergewöhnlichen Programmen. Es gewann die 15-jährige Russin Alina Sagitowa. Die Europameisterin wird sich im Einzelevent einen harten Kampf mit ihrer drei Jahre älteren Moskauer Trainingskollegin Jewgenija Medwedewa liefern. Als erste Amerikanerin sprang Mirai Nagasu bei Olympia einen dreifachen Axel und wurde Zweite.

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