Sturmböen bis 100 km/h : Geduldsprobe für Dreßen: Olympia-Abfahrt erst Donnerstag

Zu stürmisch: Die Abfahrt der Herren konnte nicht stattfinden.
Zu stürmisch: Die Abfahrt der Herren konnte nicht stattfinden.

Die Skirennfahrer um Thomas Dreßen müssen sich bei Olympia gedulden. Wegen starken Windes muss die Abfahrt der Herren verschoben werden und soll nun erst am Donnerstag steigen. Logistisch stehen die Teams deshalb vor einer Herausforderung.

svz.de von
11. Februar 2018, 08:22 Uhr

Die unerwartete Freizeit durch die verschobene Olympia-Abfahrt nahm Medaillenkandidat Thomas Dreßen ganz pragmatisch.

«Ich werde mich ins Bett hauen und schauen, was ich für Filme auf der Festplatte habe», sagte der 24 Jahre alte Kitzbühel-Sieger der Deutschen Presse-Agentur. «So lange wir eine Abfahrt fahren, ist mir alles recht. Wann wir die fahren, ist mir relativ wurscht.»

Sturmböen mit bis zu 100 Stundenkilometern führten am Sonntag schon früh zu einer Verschiebung der Königsdisziplin. Neuer Termin: Donnerstag (03.00 Uhr MEZ). Der an dem Tag eigentlich geplante Super-G soll tags darauf stattfinden, wie die Veranstalter entschieden. An der Austragung der Alpinen Kombination am Dienstag werde festgehalten, kündigte Rennchef Markus Waldner an.

«Das ist sicher im Sinne des Sports, das steht außer Diskussion», sagte der deutsche Alpindirektor Wolfgang Maier. «Das ist die einzige richtige Entscheidung. Bei dem starken Wind wäre es ein irreguläres Rennen und man will ja einen fair ermittelten Olympiasieger.»

Dreßen, Andreas Sander, Josef Ferstl und Linus Straßer geben ihr Olympia-Debüt also mit zwei Tagen Verspätung in der Kombination. «Die nehme ich genauso ernst wie davor auch. Das ist für mich eine Disziplin, wo was möglich ist, wenn ich einen guten Tag habe. Darauf werde ich mich vorbereiten», sagte Dreßen.

Für Montag hat das DSV-Team nun Slalom-Training angesetzt, weil die Kombi tags darauf auf jeden Fall stattfinden soll - obwohl der Wetterbericht für den Tag immer noch Wind voraussagt. «Das wird nicht leicht, aber wir werden es irgendwie durchkriegen», sagte Rennchef Waldner. «Das Gute ist, dass wir sehr flexibel sind, weil wir Flutlicht haben. Wir könnten den Slalom auch später fahren, falls wir die Abfahrt nach hinten schieben müssen. Das ist der nächste Plan.»

Die Rennverschiebungen könnten zudem für logistische Schwierigkeiten sorgen. Weil die Speed-Fahrer nun auf jeden Fall einen Tag länger am Hang sind, blockieren sie auch die Betten in dem einzigen Hotel, das an der Strecke liegt und von den Mannschaften bewohnt wird.

«Normalerweise würden die Herren am 15. abreisen und am 15. die Damen kommen, weil die am 17. ihr Rennen haben», erklärte Wolfgang Maier. «Das macht glaube ich die meisten Probleme. Das Hotel ist denke ich nicht groß genug, um beide Geschlechter unterzubringen.»

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