Nach zwei Läufen : Doppel-Führung für Rodlerinnen: Geisenberger vor Eitberger

Rodlerin Natalie Geisenberger führt nach zwei Läufen.
Rodlerin Natalie Geisenberger führt nach zwei Läufen.

Die deutschen Rodlerinnen haben sich eine glänzende Ausgangsposition für die beiden Finalläufe erarbeitet. Sotschi-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger führt vor Dajana Eitberger. 2010-Olympiasiegerin Hüfner hat als Vierte auch noch Chancen.

svz.de von
12. Februar 2018, 14:54 Uhr

Das zweite Rodel-Gold hintereinander ist für Natalie Geisenberger zum Greifen nah. Die Sotschi-Olympiasiegerin aus Miesbach liegt im Olympic Sliding Centre nach den ersten beiden von vier Läufen die Führung. 

Mit 0,120 Sekunden Rückstand hat sie jedoch nur einen hauchdünnen Vorsprung vor Teamkollegin Dajana Eitberger aus Ilmenau, die sich am Montag mit einem starken zweiten Lauf vom siebten auf den zweiten Platz vorschob.

«Mein Ziel waren zwei solide Läufe, aus der Kurve neun möglichst Bahnmitte runterzufahren. Man hat aber gestern bei Felix (Loch) gesehen, was im letzten Lauf noch passieren kann», sagte die 30-jährige Gesamtweltcupsiegerin und gab die Devise aus: «Gut fahren und kein Risiko eingehen. Es hilft mir nichts, wenn ich morgen nochmal Bahnrekord fahre, voll crashen bringt nichts. Nur wer viermal sauber runterfährt, ist vorn voll dabei.»

Völlig aufgedreht war nach ihrem starken zweiten Lauf die Thüringerin Eitberger. «Der erste Lauf war sehr konzentriert und ein bisschen vorsichtig. Im zweiten Lauf hatte ich ein kleines Rutschen in Kurve sieben gemerkt, als ich die Zeit gesehen habe, dachte ich, das gibt es doch überhaupt nicht. Es ist ein krasser, harter Kampf hier», sagte die 27-Jährige.

Vancouver-Olympiasiegerin Tatjana Hüfner hat vor den abschließenden zwei Läufen an diesem Dienstag noch beste Aussichten auf eine Medaille. Die 34-jährige Blankenburgerin rangiert als Vierte nur 0,016 Sekunden hinter der drittplatzierten Kanadierin Alex Gough. «Im ersten Lauf waren kleinere Fahrfehler drin, die sich in der Summe in der Zeit widerspiegelten. Der zweite Lauf ist mir deutlich besser geglückt, leider hatte ich am Start etwas Zeit liegen gelassen, da fehlte etwas der Schwung unten raus», sagte die fünfmalige Weltmeisterin und will am Setup noch etwas ändern. In den Finalläufen will sie voll angreifen: «Manchmal ist es besser, der Jäger zu sein als der Gejagte. Ich nehme die Rolle an.»

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