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Sport

17. Dezember 2017 | 18:57 Uhr

Sport MV : Mit „Wir in Rio“ zu Paralympics

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Behindertensportverband MV bündelt Ressourcen in eigens entwickeltem Projekt für Inklusion, Wertevermittlung und Leistungsfähigkeit

von
erstellt am 30.Mai.2016 | 11:45 Uhr

Als Stefan Nimke und sein stark sehbehinderter Tandem-Hintermann Kai Kruse bei der Paracycling-WM im März auf der 1000-Meter-Strecke ihren eigenen deutschen Rekord klar unterboten und dennoch ihre vorjährige Bronzemedaille nicht verteidigen konnten, kommentierte Olympiasieger Nimke das Abschneiden des SSC-Tandems mit den Worten: „Rekord fahren und nur Vierter werden – es ist Wahnsinn, was da leistungsmäßig passiert.“

Und das ist beileibe nicht nur im Radsport so. Wer heutzutage im paralympischen Sport mitmischen will, muss extrem gut aufgestellt sein. Einfach mal so nebenbei – das ging vielleicht früher mal, heute wird das garantiert nichts mehr. Aus diesem Grunde hat der Behindertensportverband MV sein Projekt „Wir“ ins Leben gerufen, mit dem er sich langfristig für Inklusion, Miteinander, Wertevermittlung und Leistungsfähigkeit im Sport einsetzen will. Mit der ersten Etappe seines Projektes, „Wir in Rio“, ist der Verband längst aktiv unterwegs. Auch beim 25. Norddeutschen Sportfest der Vielfalt im Schweriner Sportforum Lambrechtsgrund am Sonnabend war das Projekt mit seinem farbenfrohen Logo allgegenwärtig. Mit „Wir in Rio“ verfolgt der Verband das Ziel, seine Top-Athleten auf deren Weg zu den Paralympics im September 2016 in der Millionenmetropole am Zuckerhut zu unterstützen und gleichzeitig – sozusagen schon als Wechsel auf die Zukunft – die Nachwuchssportler zu fördern.

Im Zuge dessen werden Menschen zusammengebracht, die diesen Weg gehen oder ihn unterstützen wollen, und es werden dabei die Erfahrungen und Ressourcen aller Beteiligten gebündelt. Mit im Boot sind auch das Innenministerium und das Landesmarketing MV. Folgerichtig eigentlich, vertreten die Sportler doch Mecklenburg-Vorpommern – im Idealfall sogar mit großem Erfolg in aller Welt.

„Wir in Rio“ soll aber auch in der Heimat keineswegs zur Einbahnstraße werden. Und so gehört genauso zu der Idee, dass die Top-Athleten dem Nachwuchs zum Erfahrungsaustausch zur Verfügung stellen, dass sie Partnern und Unterstützern im Gespräch begegnen und ihnen Rede und Antwort stehen. Aber auch, dass sie – wie jetzt beim Sportfest der Vielfalt – eine Außenwirkung des Behindertensportes und seines Leistungsvermögens in die Gesellschaft hinein entfalten und damit generell den Blick der Menschen für ein besseres Miteinander von Behinderten und Nichtbehinderten schärfen.

„Die Farbigkeit des Logos“, so heißt es in der Erklärung des Verbandes zu seinem „Wir“-Projekt, „symbolisiert die Vielfalt der Menschen und Partner, die sich mit ihren Möglichkeiten individuell engagieren.“ Und engagieren kann sich jeder, kann als Unterstützer oder Sport-Pate mit dazu beitragen, die Arbeit des Behindertensportverbandes und generell den Sport in MV, die erfolgreiche Entwicklung der Athleten, die Inklusion und damit letztlich die soziale Teilhabe aktiv zu fördern.

Wer das Projekt „Wir in Rio“ unterstützen möchte, findet im Internet unter www.wirinrio.de weitere Informationen oder er kann sich auch telefonisch unter 0381-721752 an Verbandschefin Dr. Monika Knauer wenden.
 

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