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Langbahn-Team-WM : Mit Käpt’n Janoschka Weltmeister

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Deutsche Langbahn-Nationalmannschaft holt im achten Wettbewerb nach dramatischem letzten Lauf die siebte Goldmedaille

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erstellt am 24.Aug.2014 | 20:03 Uhr

Spannender ging es kaum mehr: In einem dramatischen letzten Lauf holte sich das Team Germany im Duell gegen die Niederlande Titel Nummer sieben bei der zum achten Mal ausgetragenen Langbahn-Team-WM! Hinter der bereits jubelnden deutschen Nati-onalmannschaft musste ein Dreierstechen über die weiteren Plätze entscheiden. Jannick de Jong sicherte den Niederländern mit knappem Vorsprung Rang 2, Mathieu Tresarrieu den Franzosen das Podest.

„Dass es knapp wird, habe ich vermutet – aber so etwas!“ Team-Manager Josef Hukelmann war nach Lauf 15 in Forssa aus dem Häuschen. Nach der ersten Kurve sah es im alles entscheidenden Heat noch nicht nach dem erhofften Laufsieg aus, mit dem das Team Germany den WM-Pokal von den Niederlanden zurückerobern wollte. Vorne: ein überlegen agierender Erik Riss. Dahinter allerdings hatte Jörg Tebbe nach dem Start alle Hände voll zu tun, um die Holländer in Schach zu halten. Am Ende genügten Eriks  fünf und Tebbes vier Zähler, um nach Rang 4 im Vorjahr wieder ganz oben zu stehen. Der Güstrower Enrico Janoschka komplettierte das deutsche Trio im letzten Lauf.

Für die wohl größte Überraschung hatten in Finnland die Hausherren gesorgt. Die Mannschaft ärgerte als krasser Außenseiter die Weltelite und stand vor dem letzten Durchgang gemeinsam mit den Niederländern nur einen Punkt hinter den Deutschen.

Zunächst sah es für das Team Germany mit Kapitän Enrico Janoschka, Jörg Tebbe, Erik Riss und Stephan Katt nach einem 11:4 gegen Tschechien und einem 8:5 gegen Großbritannien nach einem Durchmarsch aus. Das Team kam in wechselnden Dreierbesetzungen zum Einsatz. Im dritten Durchgang startete Enrico Janoschka nicht optimal, wechselte seine Spur und stürzte dabei. Für den Wiederholungslauf wurde er nicht mehr zugelassen. Katt wiederum verlor Platz drei an Mathieu Tresarrieu, was ein 8:7 für die Franzosen bedeutete.

Mit einem 8:7 wiederum konnten dann die Finnen bezwungen werden. Dennoch blieben die Finnen, die Niederländer und die Franzosen auf Tuchfühlung.

Beim alles entscheidenden Rennen gegen die Niederlande versagten bei Erik Riss erst einmal die Rechenkünste: „Ich hatte mich nach der ersten Kurve noch umgesehen und sah nur Holländer hinter mir“, erklärte Riss. Dass dann Tebbe vorrückte, realisierte Riss zwar, konnte es aber nicht mehr in Zahlen umsetzen: „So richtig geglaubt habe ich unseren Titelgewinn erst, als de Jong mir gratulierte und ich das ganze deutsche Team jubeln sah.“ Riss war mit 24 erzielten Zählern der Punktegarant der deutschen Nationalmannschaft, aber auch der Einzige, der in allen fünf Rennen am Start war. Tebbe, Katt und Janoschka punkteten solide. „Das war knapp, aber umso glücklicher sind wir“, gestand Kapitän Enrico Janoschka.

Ergebnisse

1. Deutschland 45 Punkte (Janoschka 4, Tebbe 11, E. Riss 24, Katt 6); 2. Niederlande 41 + 5 (J. de Jong 13+5, Fabriek 10, Pijper 18, van der Steen 0); 3. Frankreich 41 + 4 (St. Tresarrieu 18, M. Tresarrieu 21 + 4, Di Palma 2); 4. Finnland 41 + 3 (Nieminen 20 + 3, Mustonen 18, Autio 2, Heikilä 1); 5. Großbritannien 34 (Appleton 6, Hall, 9 Phillips 6, Howe 13); 6. Tschechien 23 (Franc 13, Wolff 10, J. Klatovsky 0).

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