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Video: Stabhochspringen : Martina Strutz überspringt Olympia-Norm

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SSC-Athletin stellt beim selbstorganisierten ersten Stabhochsprungmeeting neuen Rekord auf.

Eine Stunde und zehn Minuten mussten die knapp 400 Zuschauer gestern im Stadion Lambrechtsgrund warten, ehe das erste Mal P!nks „Raise your glass“ aus den Boxen ertönte und Lokalmatadorin Martina Strutz zum Hochsprungstab griff. Einen kurzen knackigen Anlauf und wenige Sekunden später hatte sie ihre Einstiegshöhe von 4,20 Meter souverän gemeistert. Der Song von P!nk sollte an diesem Nachmittag noch neun weitere Male gespielt werden.

Sieben Wochen haben Strutz und ihr vom SSC unterstütztes Organisationsteam vom 1. Schweriner Stabhochsprungmeeting gebraucht, um der Sportstadt eine weitere Veranstaltung hinzuzufügen. „Wir wollten schon vor Jahren einen Wettkampf etablieren. Jetzt hat es endlich geklappt, auch weil das Team eine super Arbeit abgeliefert hat“, erzählt Strutz vor dem Wettkampf in gewohnt lockerer Art. Soweit das Organisatorische. Sportlich hatte sich die 34-Jährige auch zwei Ziele gesetzt. Zum einem wollte sie die Olympia-Norm von 4,50 Meter auch offiziell springen, nachdem in der Vorwoche die 4,51 m in Recklinghausen nicht hundertprozentig regelkonform waren, und zum anderen sollte der 15 Jahre alte Stadionrekord von 4,42 m verbessert werden.

Zwei, drei Sprünge zu Beginn hat es gedauert, bis das Schweriner Publikum richtig da war und auch mit Leona Braukmeier (Buxtehuder SV) und Pia Kock (Kaltenkichener TS) die ersten Springerinnen angefeuert hat. Friedeline Petershofer (SC Potsdam) und die Dänin  Line Renee Jensen (Sparta Kopenhagen) knackten anschließend als Erste die Vier-Meter-Marke. So richtig spannend wurde es aber erst bei 4,20 m. Von da an entwickelte sich ein schöner Dreikampf zwischen SSC-Athletin Martina Strutz, Anjuli Knäsche (TSV Kronshagen) und Annika Roloff (MTV Holzminden). Mit Roloff und Knäsche starteten in Schwerin auch zwei Sportlerinnen, die die Olympianorm schon erfüllt hatten. 4,20 m schafften alle drei im ersten Versuch, 4,30 Knäsche im ersten, Strutz im zweiten und Roloff im dritten Anlauf. Bei 4,40 ging „Strutzi“ dann in Führung. Sie schaffte die Höhe im ersten Versuch. Annika Roloff brauchte zwei Anläufe, Anjuli Knäsche drei. 4,50 war dann für beide anschließend eine Nummer zu groß – nicht so für Martina Strutz. Gleich im ersten Versuch  überquerte sie unter dem Jubel der Zuschauer locker die Latte und hatte damit ihren eigenen Stadionrekord verbessert. Und die Norm für Rio hatte sie damit natürlich auch erfüllt.

Als Bonus für das Publikum setzte die Vize-Weltmeisterin von 2011 noch einen drauf, knackte im zweiten Versuch die 4,60 m, sprang Saisonbestleistung und deutsche Jahresbestleistung. Anschließend ertönte noch dreimal P!nks „Raise your glass“, zu 4,65 m hat es nicht mehr gereicht. Das störte Martina Strutz aber nicht. Zu glücklich war sie mit der gesamten Veranstaltung: „Das war ein super Wettkampf. Alles hat geklappt, die Stimmung war super und meine Leistung hat auch gepasst.“ Trainer Thomas Schuldt fand auch nur lobende Worte für seinen Schützling: „Ich bin sehr zufrieden. Schön, dass es mit der Norm vor dem Heimpublikum geklappt hat. Mal sehen, wie hoch es in dieser Saison noch geht.“

Das Glas erhoben, wie es Sängerin P!nk bei jedem Sprung von Martina Strutz fordert, hat sie nach vielen Glückwünschen, Gratulationen und Umarmungen dann auch noch. Ein Glas Sekt gab es zur Feier des Tages. Für einen starken Wettkampf und für ein super 1. Schweriner Stabhochsprungmeeting. Wiederholung ist definitiv erwünscht.

 

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erstellt am 29.Mai.2016 | 17:38 Uhr

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