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Parchim/DaBel Wittenburger SV erster Hallenmeister

Von Thomas Zenker | 09.02.2010, 01:57 Uhr

Zwar gaben nur rund 30 Fans mit der Eintrittskarte zum Finalturnier der ersten Hallenmeisterschaft der Männer im Fußballkreis Westmecklenburg ihre Voraussagen ab.

Die erwiesen sich aber als Experten. Wenn es nach den Tipps gegangen wäre, hätte am Ende der SV Tessin Zahrensdorf gejubelt (13-mal als Kreismeister genannt), den Wittenburger SV setzten immerhin acht Zuschauer auf die eins und lagen damit goldrichtig.

Vor den letzten beiden Spielen dieser Finalrunde hatte genau dieses Duo noch Chancen auf den Meisterpokal. Die Wittenburger ließen dem schärfsten Konkurrenten durch das 2:2 in ihrer letzten Partie gegen den gastgebenden Parchimer FC II alle Möglichkeiten offen, doch die Zahrensdorfer wussten das Angebot nicht anzunehmen. Sie unterlagen zum Abschluss dem SV Dabel mit 2:3 und mussten sich so im Endklassement hinter dem Wittenburger SV einreihen. Immerhin blieb ihnen auf Grund des besseen Torverhältnisses gegenüber den punktgleichen Dabelern die Vizemeisterschaft.

Der SV Tessin/Zahrensdorf avancierte vor allem in der ersten Turnierhälfte zum heißen Titelanwärter. Denn nach drei Spielen hatte die Mannschaft noch keinen Gegentreffer kassiert, aber schon neun erzielt. Gleich mit dem ersten Auftritt setzte man ein Ausrufezeichen, verpasste dem gastgebenden Parchimer FC II einen herben 5:0-Dämpfer.

Dabeler lange im Rennen

Während sich die Parchimer in der Folge erholten und nach zwei Siegen wieder im Rennen waren, kassierte Tessin/Zahrensdorf gegen den Wittenburger SV, der zuvor beim 1:1 gegen die Polzer Reserve geschwächelt hatte, seine erste Niederlage. Eine Ursache für das 3:5 war zweifellos der Turnierausschluss (rote Karte) von Abdelkader Taleb nach einer Schubserei in der vierten von zwölf Spielminuten. Der Spielmacher hatte bis dahin mit seinen Treffern einen 0:1-Rückstand in eine 2:1-Führung verwandelt.

Da auch der SV Dabel nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Parchim dreimal in Folge siegte, war im letzten Drittel des Turniernachmittags Spannung vorprogrammiert. Nach 15 Partien führte Wittenburg mit zehn Zählern vor den punktgleichen Tessin/Zahrensdorf, Dabel und Parchim (je 9 Punkte). Fast hätte auch der Kreisklassenvertreter Polz II in die Podestplätze eingegriffen. Die Blau-Weißen setzten schon mit dem 1:1 gegen Wittenburg ein Achtungszeichen und bezwangen später den Parchimer FC II und Goldenstädt jeweils mit 3:1. Die unglückliche Niederlage gegen Dabel, Daniel Hochstätter traf 20 Sekunden vor dem Schlusspfiff zum Dabeler 2:1, warf die Polzer aber aus dem Rennen.

Die letzten Runden überstand nur der Wittenburger SV mit dem 3:1 gegen Dabel und dem 2:2 gegen den Gastgeber relativ unbeschadet. Parchim, Dabel und Tessin/Zahrensdorf mussten dagegen jeweils noch eine Niederlage hinnehmen und so ihre Titelträume begraben. Die bitterste Niederlage kassierten die Zahrensdorfer im abschließenden Duell gegen Dabel, als sie einen 0:2-Rückstand wett machten (2:2), in den Schlusssekunden die Torwartposition auflösten und in einen Dabeler Konter liefen.

"Trotz einiger Härten und vieler Emotionen habe ich ein relativ faires Turnier gesehen, das vor allem vom spannenden Verlauf lebte", lautete das erste Fazit des Spielausschuss-Vorsitzenden Rainer Marg. Lediglich ein paar mehr Zuschauer hätte sich der Wittenburger Cheforganisator der Hallenmeisterschaften gewünscht: "Das lag wohl am Wetter oder den beginnenden Winterferien."

Am kommenden Sonnabend (13. Februar) spielen die Ü33-Kicker an gleicher Stelle ihren Titelträger aus. Die Serie der ersten Hallenmeisterschaften im KFV Westmecklenburg wird am 20. Februar mit der Ü45-Endrunde in Neustadt-Glewe abgeschlossen.