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Schwerin Wieder etwas Licht am Ende des Tunnels

Von Hannes Eichhorn | 20.12.2010, 01:57 Uhr

Nach vier Niederlagen in Serie holte der Mecklenburger HC am letzten Spieltag der Hinrunde zum Befreiungsschlag in der Ostsee-Spree-Liga aus.

Die Schützlinge von Trainer Holger Antemann schickten die zweite Vertretung des 1. VfL Potsdam mit einer deutlichen 28:37 (15:17)-Niederlage auf die Heimreise und gaben die Rote Laterne an den HC Spreewald ab.

"Gott sei Dank", waren die Worte der Erleichterung von MHC-Coach Antemann nach dem in dieser Höhe nicht vermuteten Erfolg. Sein Team hatte sich in der zweiten Hälfte in allen Mannschafts teilen gesteigert und führte drei Minuten vor dem Ende (37:25) bereits mit zwölf Toren.

Über weite Strecken des Spiels deutete allerdings nichts auf einen Kantersieg des Gastgebers hin. Noch in der 41. Minute war es für den MHC eng. Die 24:22-Führung hatte nur Bestand, weil Keeper Andreas Link (22 Paraden, darunter vier gehaltene Siebenmeter) zu diesem Zeitpunkt über sich hinaus wuchs. In der ersten Hälfte war es vornehmlich dem überragenden linken Flügel mit Kay Peter Larisch und Jakub Vanek zu verdanken, dass die Mecklenburger im Spiel blieben. Larisch eröffnete die Partie mit einem Hattrick zum 3:0 und Vanek war ab der 15. Minute so richtig warm gelaufen. Dabei war der Tscheche in der Nacht zum Spieltag erst um 2.30 Uhr nach einem Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft wieder in Schwerin eingetroffen. Für Antemann war der etwas schleppende Auftakt in der Halle an der Reiferbahn jedoch erklärbar. "In dieser Besetzung haben wir nicht ein einziges Mal zusammen trainieren können." Zudem erwies sich die sehr junge und durchschnittlich einen halben Kopf kleinere Bundesliga-Reserve des VfL Potsdam durch ihre quirlige Spielweise als äußerst unbequemer Konkurrent. Ab Mitte der zweiten Spielhälfte zeigten dann die MHC-Linkshänder etwas von ihrem Wurfrepertoire. Sowohl Ronald Bahr als auch Tom Koop und Hannes Lembcke steuerten wichtige Treffer zum Sieg bei.

"Alle haben einen tollen Job gemacht", lobte Holger Antemann deshalb seine Akteure. In der nun bis zum 15. Januar währenden Winterpause steht der MHC (12.) zwar nach wie vor auf einem Abstiegsrang, aber es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels. Bis zum rettenden Ufer (Platz 10) fehlt lediglich ein Punkt.

MHC: Link, Fischer - Kögler, Bahr 4, Larisch 11/5, Jehring 1, Thüring, Wild 2, Jesse, Lange, Lemcke 3, Koop 4, Vanek 10, Hartfiel 2.