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Schwerin/Vellahn Wieder etwas Licht am Ende des Tunnels

Von Hannes Eichhorn | 21.12.2010, 08:32 Uhr

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie holten die Handballer des Mecklenburger HC (Team setzt sich aus Spielern von Post Schwerin II und Vellahner SV zusammen) am letzten Hinrunden-Spieltag der Ostsee-Spree-Liga zum Befreiungsschlag aus.

Die Schützlinge von Trainer Holger Antemann schickten die zweite Vertretung des 1. VfL Potsdam mit einem deutlichen 37:28 (17:15) auf die Heimreise und gaben die Rote Laterne an den HC Spreewald ab. "Gott sei Dank", war MHC-Coach Antemann die Erleichterung nach dem zumindest in dieser Höhe nicht erwarteten Erfolg anzuhören. Sein Team hatte sich in der zweiten Hälfte in allen Mannschaftsteilen gesteigert und führte drei Minute vor dem Ende bereits mit zwölf Toren (37:25).

Über weite Strecken des Spiels deutete allerdings nichts auf einen Kantersieg des Gastgebers hin. Noch in der 41. Minute war es für den MHC eng. Die 24:22-Führung hatte nur Bestand, weil Keeper Andreas Link (22 Paraden, darunter vier gehaltene Siebenmeter) zu diesem Zeitpunkt über sich hinauswuchs. In der ersten Hälfte war es vornehmlich dem überragenden linken Flügel mit Kay Peter Larisch und Jakub Vanek zu verdanken, dass die Mecklenburger im Spiel blieben. Larisch eröffnete die Partie mit einem Hattrick zum 3:0 und Vanek war ab der 15. Minute so richtig warm gelaufen. Dabei war der Tscheche in der Nacht zum Spieltag erst um 2.30 Uhr nach einem Lehrgang der Junioren-Nationalmannschaft wieder in Schwerin eingetroffen.

Für Antemann war der etwas schleppende Auftakt in der Halle an der Reiferbahn leicht erklärbar: "In dieser Besetzung haben wir nicht ein einziges Mal zusammen trainieren können." Zudem erwies sich die sehr junge und durchschnittlich einen halben Kopf kleinere Bundesliga-Reserve aus Potsdam durch ihre quirlige Spielweise als äußerst unbequemer Kontrahent.

Erst ab Mitte der zweiten Spielhälfte konnten sich die Gastgeber absetzen, als die MHC-Linkshänder etwas von ihrem Wurfrepertoire zeigten. Sowohl Ronald Bahr, als auch Tom Koop und Hannes Lembcke steuerten wichtige und sehenswerte Treffer zum Sieg bei. Mit der gewonnenen Sicherheit im Rücken, konnte auch die zweite Reihe des MHC eingewechselt werden: "Alle haben einen tollen Job gemacht", lobte Holger Antemann seine Akteure.

In der kurzen Winterpause (der MHC startet am 15. Januar mit dem Heimspiel gegen den SV Eberswalde in die Rückrunde) stehen die Mecklenburger als Tabellenzwölfter zwar nach wie vor auf einem Abstiegsrang, aber es gibt wieder Licht am Ende des Tunnels. Bis zum rettenden Ufer (Platz 10) fehlt lediglich ein Punkt.

Mecklenburger HC: Link, Fischer - Kögler, Bahr (4), Larisch (11/5), Jehring (1), Thüring, Wild (2), Jesse, Lange, Lemcke (3), Koop (4), Vanek (10), Hartfiel (2).