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Whistler Überwäligende Winterspiele

Von pri | 20.02.2010, 01:57 Uhr

Millionen Deutsche verfolgen tägliche die Übertragungen von den Olympischen Winterspielen in Vancouver/Whistler an den Bildschirmen und fiebern vor allem mit den deutschen Athleten mit.

Direkt vor Ort sind Conny und Burghard Leue aus Breese. Zum zweiten Mal meldete sich das sportliche Ehepaar nun beim "Prignitzer".

"Inzwischen sind wir vier Tage bei den Olympischen Winterspielen. Uns kommt es vor, als ob wir schon viel, viel länger hier sind", schreiben die Prignitzer und loben die spannenden, gut organisierten Wettkämpfen sowie die freundlichen Kanadier.

Begeistert war das Ehepaar von ihrem ersten Skiausflug in den "Mountains" von Whistler. "Blauer Himmel, bis zu sieben Meter puderweicher Schnee und eine traumhaft schöne Landschaft. Die bis zu zwei Kilometer breiten, teilweise sehr naturbelassen und fast menschenleere Pisten reizen einmal im Tiefschnee zu fahren. Zu unserer Überraschung ging es relativ einfach und machte unglaublichen Spaß. Genauso haben wir uns Kanada vorgestellt, es fehlen eigentlich nur noch die Bären, denen wir zum Glück noch nicht begegnet sind. "

Und was ist eigentlich mit Apres Ski? "Fehlanzeige, auf dem Berg sowie so nicht. Unten im Ort schon, aber da ist ja ohnehin den ganzen Tag Party. Olympia und alle Medaillengewinner werden gebührend gefeiert."

Auf dem Weg zum Rodel-Einzelfinale der Frauen schnupperten die Leues noch ein wenig Olympiaatmosphäre in Whistler Village. "Dort schauten wir uns das Biathlon-Verfolgungsrennen der Frauen auf einer großen Leinwand an und feierten mit 1000 anderen Leuten auf dem Platz die Goldmedaille von Magdalena Neuner. Man hat das Gefühl, alle möchten Olympia live erleben. Die Leute treffen sich und schauen gemeinsam. Einfach toll." Mit dem überwältigenden Gefühlen machte sich die Reisegruppe zur Rodel- und Bobbahn auf, wo die deutschen Mädels nach den ersten beiden Läufen aussichtsreich im Rennen lagen.

"Auf dem Weg dorthin kamen wir noch am Schweizer Haus vorbei. Wir konnten es kaum glauben, Dario Cologna, der Sieger des 15 km Skilanglauf stand mit seiner Goldmedaille vor dem Schweizer Haus." Natürlich nutzten die Leues die Chance und schossen gemeinsame Erinnerungsfotos mit dem Olympiasieger. "Eine Olympische Medaille einmal aus der Nähe zu betrachten war schon beeindruckend. Die Medaillen sind sehr groß und schwer und sehen schon toll aus."

An der Rodelbahn angekommen, suchten sich die Prignitzer erst einmal einen perfekten Platz, um die Sportler so nah wie möglich zu sehen und den Wettkampf genauestens verfolgen zu können. "Sicher brauchen wir nicht zu erwähnen, dass bei den Geschwindigkeiten, mit denen die Rodler durch die Eisrinne schießen, man nicht viel sehen kann. Also musste ein Platz her, wo wir eine Großleinwand und eine Zeitwand im Blick hatten." Den fanden sie schließlich an der Tribüne am Zieleinlauf. Dort standen Conny und Burghard Leue neben zahlreichen amerikanischen, kanadischen und natürlich auch in den deutschen Nationalfarben verkleideten Fans. "Die Stimmung war schon vor dem eigentlichen Finale riesig und einfach der Hammer. Die Amerikaner angemalt, verkleidet und so was von gut drauf, sie steckten alle an. Man kam ins Gespräch, die Chancen, der eigenen Sportler wurden ausgelotet und man wünschte sich "Good Luck" - Viel Glück." Später gesellten sich dann noch Polen und Östereicher mit dazu. Jede Nation begleitete ihre Athleten lautstark durch die Eisrinne. "Der Höhepunkt war dann natürlich Gold und Bronze von Tatjana Hüfner und Natalie Geisenberger, nicht zu vergessen der fünfte Platz von Anke Wieschnewski."

"Wir feierten nach dem Rennen mit den Deutschen bis zur Flowerzeromonie an der Rodelbahn", berichteten die beiden Olympiatouristen weiter. Mit dem Gänsehautgefühl, einen unheimlich spannenden Wettkampf miterlebt zu haben, traten sie zufrieden und glücklich den Weg zurück ins Hotel an.

"Die zahlreichen Ordner, die rund um die olympischen Stätten ihre Arbeit verrichten und für einen wirklich schnellen und zügigen Ablauf bei Ein- und Auslass sorgen, aber auch Fans der anderen Nationen gratulierten uns zu diesen tollen Erfolg, wir hörten immer wieder Germany very good, gratualion."

Aber das sollte noch nicht der Höhepunkt an diesem Tag gewesen sein, am Abend war ein Besuch im Deutschen Haus in Whistler, wo sich Sportler, Funktionäre, Trainer, Journalisten und Sponsoren treffen über das Geschehene reden und über das Kommende philosofieren", angesagt.

"Gegen 20 Uhr kanadischer Zeit kamen dann unsere Goldmädels Tatjana Hüfner und Magdalena Neuner und Bronzemedaillen-Gewinnerin Natalie Geisenberger, stellten sich den Fragen der Journalisten und natürlich auch denen der Gäste. Man unterhielt sich, soweit man das hinbekam, denn die Aufregung so einem erfolgreichen Athleten gegenüber zu stehen ist doch schon sehr groß." Auch der Olympiasieger im Rodeln der Männer, Felix Loch, und der Bronzemedaillen-Gewinner Armin Zöggeler (Italien) waren zu Gast im Deutschen Haus.

Mit den nächsten Eindrücken und ihre Erlebnisse vom Biathlon der Frauen und Männer sowie vom Zweierbob-Finale mit Andre Lange und Kevin Kuske melden sich Conny und Burghard Leue das nächste Mal wieder aus der Olympiastadt.