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Bützow Torwart in seiner Hälfte gebunden

Von Eckhard Rosentreter | 07.12.2010, 08:48 Uhr

Die Hallensaison der Fußballer hat längst begonnen.

Die Kicker müssen sich dabei auf neue Regeln einstellen. Insbesondere bekommt die Mittellinie des Spielfeldes zusätzliche Bedeutung. Eindeutig geregelt ist jetzt: "Der Torwart darf nur über die Mittellinie spielen, wenn er den Ball außerhalb seines Torraums zugespielt bekommt." Außerdem: Tore dürfen grundsätzlich erst ab der Mittellinie erzielt werden. Damit nicht genug, gibt es für die Einbindung des Torhüters eine einschneidende Veränderung: Der darf nämlich nicht mehr über die Mittellinie hinaus gehen. Tore kann nach dieser Regel ein Keeper aus dem Spiel heraus also nicht mehr erzielen.

Das alles dürfte natürlich für die taktische Ausrichtung einiger Mannschaften von Bedeutung sein. Viele Mannschaften rückten in der Vergangenheit zu Hallenspielen bekanntlich gar nicht erst mit einem etatmäßigen Torhüter an, sondern stellten einen den Spielaufbau beherrschenden, möglichst schussgewaltigen Feldspieler in den Kasten, um mehr Druck auf die gegnerische Verteidigung auszuüben. Das dürfte mit der Neuregelung sinnlos werden.

Fußballfreunde befürchten wegen des verminderten taktischen Variantenreichtums durch unterschiedliche Spielauffassungen sinkende Attraktivität des Hallenspiels. Zudem können weniger Torerfolge prophezeit werden, zumal jetzt "richtige" Torhüter mehr Einsatzzeit bekommen dürften. Sollten die dann doch Bock aufs Toreschießen haben, müssen sie auf viele Fouls "ganz vorne" hoffen. Denn eine Ausnahme zur Beschränkung ihrer Bewegungsfreiheit gibt es: Zur Ausführung von Strafstößen darf der Torwart seine Spielhälfte verlassen. Dumm nur: Pariert diesen der gegnerische Torwart, dürfte streng genommen der Schütze den Nachschuss nicht ausführen.

Fraglich bleibt, ob und wie streng die Schiedsrichter die neuen Regeln des Landesfußballverbandes umsetzen. Bei der Vorrunde zur Kreismeisterschaft der Alten Herren in Güstrow wurde noch nach bisherigem Reglement gespielt.