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Potsdam/Prignitz Sportbund bessert Schlüssel nach

Von lsb/pri | 28.12.2010, 01:57 Uhr

Mit dem neuen Jahr treten in der kommenden Woche auch die neuen Förderrichtlinien des Landessportbundes Brandenburg (LSB) in Kraft.

Sie - gültig bis zum 31. Dezember 2012 - enthalten die eine oder andere Neuerung. Und eine davon wird sich für viele Vereine auswirken.

Es geht um die Förderrichtlinie 1 Vereinsförderung. Hier wurde der Schlüssel neugefasst, nach dem sich die volle bzw. fünfzigprozentige Förderung bemisst. Kriterium für diese Staffelung bleibt das Vorhandensein von lizenzierten Übungsleitern, Jugendleitern und Vereinsmanagern.

Allerdings wirkt sich Lizenzerwerb jetzt unmittelbarer zu Gunsten des Vereins aus; ein "fehlender" Übungsleiter schlägt nicht mehr so hart zu Buche wie bisher: Jeder Lizenzinhaber bewirkt künftig für jeweils 50 Mitglieder die volle Förderung. Erreicht ein Verein für seinen kompletten Mitgliederbestand den Schlüssel 1:50, so erhält er für die gesamte Mitgliederzahl volle Förderung.

Hat er zwar ausgebildete Übungsleiter, aber nicht ausreichend im Verhältnis zur Mitgliederzahl, so erhält er künftig anteilig die volle Förderung für die Zahl von Mitgliedern, für die er "ausreichend" Übungsleiter nachweist, und nur für den Rest halbiert sich die Förderung. Jede Lizenzausbildung erhöht so unmittelbar die Fördersumme für den Verein, auch dann, wenn die volle Anzahl von Lizenzen noch nicht erreicht wird.

Der Landessportbund denkt (so in der Veröffentlichung auf der lsb-homepage), dass diese Neuregelung von vielen Vereinen begrüßt wird. Sie soll zum weiteren Lizenzerwerb ermuntern und gleichzeitig der Meldeehrlichkeit der Vereine dienen.

Zu beachten ist bei der Förderrichtlinie 1 auch der Abrechnungstermin 31. Oktober. So lange muss niemand warten: Sobald Vereine den Vertrag erhalten und Sportgeräte in entsprechender Höhe gekauft oder Übungsleitergelder ausgezahlt haben, können sie abrechnen.

Auffallen wird all den Vereinen, die sich mit Sportstättenbau auseinandersetzen, das Fehlen der bisherigen Passagen zum Goldenen Plan Ost und zum Goldenen Plan Brandenburg. Der Goldene Plan Ost ist 2009 ausgelaufen und wurde von der Bundesregierung nicht verlängert. Beim Goldenen Plan Brandenburg sind die eingestellten Mittel komplett "ausgebucht". Außerdem wurde das Antragverfahren verändert und läuft nur noch über die Kommunen.