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Rostock "Sind schließlich keine Leichtathleten"

Von Irene Burow | 08.02.2010, 05:48 Uhr

Bei den hiesigen Wetterbedingungen bleibt den Fußball-Teams der Landesliga Nord nichts übrig, als mit dem Training in Halle und Kraftraum auszuweichen.

Der Start in die Rückrunde ist für Ende Februar geplant. Der Stand der Dinge:

PSV Ribnitz-Damgarten

Im Kader der Ribnitzer ist alles beim Alten geblieben. Vor zwei Wochen startete das Team mit dem Training, setzte aber zwischendurch aus. Es hieß für die Sportler, selbstständig aktiv zu werden. Schnee geschippt haben die Mannen um Mike Werner nicht, doch der Trainer erinnert sich noch gut an eine Aktion vor vier Jahren: "Da wollten wir unbedingt auf dem Platz spielen, aber das fiel dann trotzdem aus. Deswegen fangen wir in diesem Jahr gar nicht an. Wir lassen es einfach drauf ankommen." Mit seiner Mannschaft will er in der Rückrunde weiter oben mitspielen. "Unser Ziel haben wir bereits erreicht, jetzt wollen wir mithalten und zeigen, dass die Hinrunde keine Eintagsfliege war."

FSV Bentwisch

Mit Andy Heimburger vom SV Pastow hat der FSV zur zweiten Halbserie einen neuen Mann im Kader. Sven Schimanski wechselt zum FC FK René Schneider. Trainiert wird momentan in der Halle. "Die ist gut und schön groß. Draußen ist ja gerade nichts möglich", sagt Trainer Eckhard Pasch. Seine Mannschaft fährt am 13. Februar in ein Trainingslager an die Sportschule nach Güstrow. Dort ist mit dem ansässigen Verein PSV Güstrow ein Testspiel geplant. Das Ziel für die Rückrunde ist, den vierten Platz zu halten. "Wir wollen uns oben festsetzen und ich denke, das wird uns auch gelingen", so der Trainer.

Kröpeliner SV

"Wir stehen am Ende der Tabelle, deswegen müssen wir mehr machen", sagt Trainer Stefan Karow. Ausdauerläufe, Spiele in der Halle sowie Kraft- und Stabilisationsübungen bestimmen den Tagesablauf der Kröpeliner. Hier wurde gar richtig zur Schaufel gegriffen und Schnee vom Platz geschippt. Das Team verlassen haben Ole Johannisson (zum SV Parkentin) und Markus Lisker (TSV Graal-Müritz). Einziger Neuzugang ist Henryk Susemihl vom Doberaner SV. Klares Ziel für die Rückrunde laut Karow: "In der Liga bleiben. Wir wollen unten rauskommen und die anderen einholen." Doch vorher steht noch ein Trainingslager in Güstrow auf dem Programm. Die Generalprobe wird die Begegnung mit der SG Dynamo Schwerin am 27. Februar.

SV Pastow

Trainiert wird beim SV Pastow in der Halle, zur Abwechslung geht das Team schwimmen. Der Fokus für die Rückrunde: "Wir wollen besser sein, als zur Hinrunde", so Trainer Andreas Seering, "denn da haben wir uns unter Wert verkauft. Viele waren neu im Team und spielten zum ersten Mal im Männerbereich. Da schwankten die Leistungen noch und wir mussten uns erst finden. Das wollen wir verbessern und uns dann schnellstmöglich außer Gefahr bringen." Neuzugänge wird es nicht geben, jedoch haben drei Sportler den Verein verlassen. Tim Schmitt spielt nun beim Sievershäger SV, Andy Heimburger beim FSV Bentwisch und Paul Bartsch macht beim SV Reinshagen weiter.

Bad Doberaner SV

"Wir wollen gut starten, denn mit Bützow und Pastow geht es gleich mit zwei potenziellen Konkurrenten los. Danach heißt es, Punkte sammeln und den Abstieg verhindern. Daran glauben wir immer noch fest", sagt Trainer Ronny Susa. Dabei unterstützen soll Neuzugang Ben Trienekens vom DJK SV Thomasstadt Kempen. Mit Ismail Birhimeoglu (Studium in Frankfurt), Mathias Broth (beruflich nach Hamburg), Lars Kersten (will dem Studium mehr Zeit widmen) Henryk Susemihl (zum Kröpeliner SV) und Martin Schulz (aus beruflichen Gründen) muss der DSV jedoch auch fünf Abgänge verkraften. Vor allem im Trainerstab wollte Susa etwas verändern. Joachim Susa wird fortan als Co-Trainer fungieren und Dr. Lothar Nieber für das Konditions- und Koordinationstraining verantwortlich sein.

Vier Wochen lang hält Susa seine Mannen schon auf Trapp. Seit dem Winterchaos hat jeder Spieler einen Laufplan bekommen. "Sobald Tauwetter einsetzt, geht es richtig weiter", sagt er.

FSV Kühlungsborn

Nach Ablauf der Wechselfrist gibt es auch beim FSV Kühlungsborn Veränderungen im Kader. Bob Weigel stößt von der zweiten Männermannschaft der Kühlungsborner dazu, Tobias Steputat kommt vom Sievershäger SV. Abgänge sind mit Mawel Awtiffjan und Stefan West zu verzeichnen. Der Trainingsauftakt fiel auch hier ins Wasser. "Nun haben wir Mittwoch angefangen, bei 40 cm Schnee. Zunächst machen wir viel im Kraftbereich, Fußball ist ja unmöglich", so Trainer Holger Scherz. Den nächsten zwei Wochen sehe er gelassen entgegen, doch wenn dann immernoch keine normalen Bedingungen vorherrschen, werde es problematisch. "Wir sind schließlich keine Leichtathleten oder Kraftsportler, sondern Fußballer", sagt er. Man müsse eben improvisieren. Das Team ist frohen Mutes, für den Auftakt gegen Güstrow gut vorbereitet zu sein. "Die Mannschaften vor uns, Stralsund und Ribnitz, haben in der Hinrunde die 30 Punkte geschafft. Wir wollen das in der Rückrunde erreichen", so der Trainer.