Ein Angebot des medienhaus nord

schwaan/güstrow Schmerzliche Niederlage für GHV

Von Dirk Behm | 08.02.2010, 05:52 Uhr

Eine empfindliche Niederlage mussten am Sonnabend die Oberliga-Herren des Güstrower HV in Schwaan hinnehmen.

Die Barlachstädter, die zuvor vier Spiele in Serie gewannen, gingen als Favorit in das Spiel beim Aufsteiger. Doch diesen Anspruch konnten sie eigentlich zu keiner Zeit unter Beweis stellen. Im Gegenteil, sie ließen ihre sportliche Qualität vermissen, mit der sie beispielsweise vor zwei Wochen den TSV Bützow in eigener Halle bezwungen hatten. "Es war eine verdiente Niederlage für uns. Wir haben heute mehr Fehler gemacht als die Schwaaner, das war ausschlaggebend", sagte ein enttäuschter GHV-Coach HeikoArnold.

Vor allem im Angriff sah der Coach einige Kritikpunkte. "Es kann nicht sein, dass wir unsereAngriffe meist nach fünf bis acht Sekunden abschließen wollen. Wir habenvorher gesagt: länger ausspielen. Doch irgendwie haben meine Jungs das heute vergessen." Außerdem fehlte dem GHV die Ballsicherheit der vergangenen Partien. Zu wenig Druck kam über die Außenpositionen, und es wurde zu viel klein klein gespielt. Tatsachen, die dazu führten, dass man zur Halbzeit bereits mit 13:17 hinten lag.

"Spielt endlich Handball!", forderte Arnold in der Pause, und seine Mannschaft schien ihn zu hören. Aus dem deutlichen Rückstand wurde bis Mitte der zweiten Spielhälfte ein 21:20-Vorsprung gemacht. Hoffnung auf einen erneuten Doppelpunktgewinn kam bei den Fans des GHV auf. Doch Schwaan erholte sich - auch weil der Schlendrian bei den Güstrowern wieder einzog. Bestes Beispiel war eine doppelte Überzahlsituation, in der die vier Schwaaner zwei Tore erzielten. Trotzdem: Der GHV kämpfte, kein Ball wurde aufgegeben. Man wollte die Punkte hier nicht einfach so liegen lassen. Schließlich kommt nächsten Sonnabend (17 Uhr) der Stralsunder HV II in die Kongresshalle, da braucht man jede Menge Selbstvertrauen. Doch die Schwaaner taten Güstrow diesen Gefallen nicht. Im Gegenteil, sie nutzten die Schwächen der Gäste rigoros aus und fanden so zurück ins Spiel. Beim 32:28 war eine Vorentscheidung gefallen.

In der sehr spannenden und turbulenten Schlussphase (zweimal Rot für Schwaan) schaffte der GHV zwar noch mit dem 33:34 den Anschluss, mehr gelang aber nicht. "Das muss man klar erkennen: Es fehlte die Linie in unserem Spiel. Daran müssen wir jetzt im Hinblick auf die nächsten Spiele arbeiten", sagte Heiko Arnold abschließend. Erfolgreichster Schütze im Team der Güstrower war diesmal Andreas Nowatzki, der aus demRückraum genauso wie vom Kreis traf und dabei insgesamt 14 Treffer markierte.

GHV: Pötzsch, Lindenau - Th. Arnold (1), Förster (5), Hein (5), Th. Kahl, Kalien, Nowatzki (14), Nucklies(4), Stölken (4), Voß

SSV: Froriep, Ullrich, Pannwittt - Kratkey (6), Polkow (4), Schulz, Stegemann (2), Prestin (2), Erdmann (5), Jörn (3), C. Ullrich, Frieser (4), Strube (8)

Strafen: 14 / 10,

Rote Karten: Kratkey (3x2), Polkow, Prestin (grobes Foulspiel) alle Schwaan

Siebenmeter: 4 (3) / 8 (6)