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Wittenberge Schacheleven schlagen sich wacker

Von Torsten Gottschalk | 23.12.2010, 01:57 Uhr

In der Aula der Wittenberger Jahn-Grundschule fand am vergangenen Wochenende die Offene Schach-Landeseinzelmeisterschaft Mecklenburg-Vorpommerns 2010 für Kinder unter acht Jahren statt.

Den Titel holte sich Jonas Altenstein vom Greifswalder SV, der alle seine Partien gewann. Als beste Teilnehmerin aus der Prignitz erwies sich Sophie Timm von Lok Gymnasium Pritzwalk. Sie gewann fünf der sieben Partien und wurde am Ende Zweite. Spielberechtigt waren alle Mitglieder des M-V-Landesschachverbandes oder einer Schulschach-AG, die am 1. Januar 2002 oder später geboren wurden.

M-V-Landesmeisterschaften in Wittenberge? "Ja natürlich, der Schach-Kreisverband Prignitz spielt in Mecklenburg-Vorpommern", erklärt Mario Wagner, Abteilungsleiter Schach beim ESV Wittenberge und einer der Organisatoren der Titelkämpfe. "Wir haben uns 1990 hauptsächlich aus fahrtechnischen Gründen dazu entschieden." Deshalb spielen auch die Prignitzer Vereine aus Putlitz, Karstädt, Wittenberge oder Pritzwalk in den verschiedenen Spielklasse des Landesschachverbandes Mecklenburg-Vorpommern.

Mit der Beteiligung der Nachwuchsakteure aus der Region bei der nun erstmals in Wittenberge ausgetragenen Meisterschaft war Mario Wagner sehr zufrieden. "Mit neun von 20 Teilnehmern aus der Prignitz haben wir fast die Hälfte der Spieler gestellt." Jüngster Spieler war der fünfjährige Valentino Warda vom ESV Wittenberge. Dem Küken gelang zwar kein Sieg, schaffte in seinen sieben Partien aber immerhin vier Remis. Besser lief es da für Sophie Timm. Die Pritzwalkerin musste nur zwei Niederlagen gegen den späteren Landesmeister Altenstein und Pepe Stabach (Neubrandenburg) hinnehmen. Allerdings darf sich Sophie nur mit dem Titel "Beste Landespielerin" schmücken. "Leider gibt es bei den Mädchen unter acht Jahren keine Landesmeisterin. Hier sind dringende Korrekturen seitens des Landesverbandes notwendig ", erklärt Mario Wagner.

Sein persönlicher Medaillenfavorit, der Wittenberger Michelangelo Warda, wurde am Ende mit vier Siegen und drei Niederlagen Sechster. Nach zwei Erfolgen und der Niederlage gegen Altenstein passierte Michelangelo in der vierten Runde gegen den Rehnaer Moritz Lange ein Missgeschick.

Doch statt Schiedsrichter Christian Blume zu konsultieren, spielte er weiter und musste schon in der Eröffnungsphase ein schnelles Schäfermatt einstecken. "Das hat ihn ein bisschen aus der Bahn geworfen", blickt Mario Wagner zurück.

Lob gab es am Turnierende von Ralf Kriese, MV-Landesspielleiter der Schachjugend. "Er hat uns ein perfekt organisiertes Turnier bestätigt", sagt Mario Wagner, der sich in diesem Zusammenhang noch einmal bei der Jahn-Grundschule für die Bereitstellung der Räumlichkeiten bedankte.