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Greifswald / Schönberg Nach 0:3-Rückstand noch verrücktes 4:4

Von jupa | 27.10.2009, 07:32 Uhr

Die ersten 20 Minuten im Verbandsligaspiel der Schönberger Kicker bei der HSG Greifswald waren wie ein böser Albtraum.

Egal was die Offensive des Gastgebers auch anstellte - der Ball lag hinterher immer im Tor der Schönberger.

Nico Gust ließ die in ungewohntem hellblau spielenden Gäste fleißig weiter auf Abseits reklamieren und machte derweil sein Tor. Torsten Lemke erzielte danach das 2:0. Und nach einer Ecke stieg Matthias Martens am langen Pfosten hoch - ganz selbstverständlich war auch dieser Ball drin - 3:0.

Schönberg brauchte eine ganze Weile, um den Schock zu verdauen und bekam erst in der 25. Minute seine erste gute Torgelegenheit durch Patrick Piesker, der aus spitzem Winkel an Steffen Hafermann scheiterte. Dann wurden sich Piesker und Wahab bei einer hohen Flanke nicht einig, aber Florian Zysk zog aus 30 Metern einfach mal ab und schaffte damit wenigstens den Ehrentreffer vor der Pause. Beytullah Bilgen aus der Distanz und Thomas Manthey per Kopf hätten kurz darauf sogar fast das 3:2 gemacht.

Dies gelang dem eingewechselten André Kalbau direkt nach dem Wiederanpfiff. Bei einer Riegel-Flanke bekam der HSG-Keeper Probleme und Kalbau setzte energisch nach. Anschließend drohte die inzwischen hektische Partie kurzzeitig aus dem Ruder zu laufen, doch nach einer wahren Flut an gelben Karten beruhigten sich die Gemüter ein wenig.

Doch der nächste Aufreger folgte auf dem Fuße: André Kalbau wurde im Strafraum bei der Ballannahme kräftig von hinten geschubst und Enrico Barsch zeigte sofort auf den Punkt. Marko Riegel setzte das Leder jedoch an die Latte, aber weil Niwar Jasim als Einziger hellwach war und den Abpraller ins Tor köpfte, feierte Schönberg dennoch den inzwischen verdienten Ausgleich.

Die Aufregung hatte sich noch nicht gelegt, da setzte Paul Manthey aus dem Mittelfeld zu einem Solo an und er vollendete platziert zum 3:4 in der 68. Minute. Schönberg hatte die Partie jetzt im Griff. Doch in den letzten zehn Minuten setzte wieder der Schlendrian ein. Greifwald bekam Oberwasser und René Humann musste in der 80. Minute gleich zweimal mit phantastischen Reflexen klären. So war das 4:4, das Chris Lüneburg nach einer Ecke mit einem Flachschuss erzielte, der verdiente Schlusspunkt unter einer verrückten Partie.

FC Schönberg 95: Humann, Riegel, P. Manthey, Wahab, Piesker, Zysk, Akyol (46. Kalbau), T. Manthey, Jasim (73. Maluvunu), Bilgen, Haese (81. Aldermann)