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Parchim//Ludwigslust Mit makelloser Bilanz zum Titel

Von Thomas Zenker | 16.02.2010, 06:20 Uhr

Den vorletzten Meistertitel im Hallenfußball in Westmecklenburg sicherte sich am Sonnabend in Parchim der Lübzer SV/Brauerei.

Mit weißer Weste marschierte das Ü 33-Team der Bierstädter durch das Finalturnier und stellte zudem mit je vier Treffern die beiden erfolgreichsten Torschützen. Im vereinsinternen Duell vom Neunmeter-Punkt setzte sich Dennis Kampf mit 2:1 gegen seinen Mitspieler Marc Späth durch. Zum besten Torwart des Nachmittages wählten die Mannschaften Maik Geistlinger von Blau Weiß Melkof.

Trotz des letztlich souveränen Erfolges ging es ähnlich spannend zu wie in der Vorwoche an gleicher Stelle beim Finalturnier der Männer. Der spätere Kreismeister erzielte beim 2:1-Auftaktsieg gegen die Grabower Waisen kurioserweise alle drei Treffer: 1:0 Neumann, 1:1 Eigentor des Lübzer Keepers, 2:1 Marc Späth. Ziemlich bitter verlief der Turnierstart für den TSV Goldberg. Gegen den SV Tessin/Zahrensdorf lagen die Mildenitzstädter schnell mit 0:1 zurück, weniger später verletzte sich ihr Spielmacher (Achillessehne) Christian Bahr ohne gegnerische Einwirkung und musste noch am Abend unters Messer (gute Besserung). In der letzten Minute der Partie gelang André Westphal zumindest der Ausgleichstreffer zum 1:1. Im dritten Duell der ersten Runde fuhren die Senioren aus Neustadt-Glewe ihren einzigen Tagessieg ein. Gegen Blau-Weiß Melkof brachte Kai Wessel die Fortschrittler in Führung, Andreas Dunker glich für die Blau-Weißen aus, ehe Christian Saß mit seinem Tor den Neustädter 2:1-Sieg klar machte.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Tessin/Zahrensdorf und Lübz. Beide Mannschaften bezwangen ihre nächsten Gegner zum Teil in überzeugender Manier und trafen in der letzten Runde in einem vorgezogenen Endspiel aufeinander. Da die Lübzer aber mit einer weißen Weste in diesen Vergleich gingen, während der Finalgegner ja gegen Goldberg zwei Punkte eingebüßt hatte, reichte den Bierstädtern schon ein Remis zum Titel. Auf derartige Spielereien wollten sich die Lübzer gar nicht erst einlassen. Sie legten ein komfortables 4:0 vor. Die kalt erwischten Zahrensdorfer bewiesen Biss und verkürzten auf 2:4. Mehr ging aus ihrer Sicht allerdings nicht, der neue Kreismeister sorgte mit zwei weiteren Treffern für klare Verhältnisse.

Im vorletzten Duell gewannen die Grabower Waisen durch ein 4:2 über Blau-Weiß Melkof den Kampf gegen die Rote Laterne. Der abschließende Vergleich zwischen Goldberg und Neustadt-Glewe entschied über den Bronzerang, der durch ein 3:3 an den TSV ging. Es war das dritte Goldberger Unentschieden im Turnierverlauf.

"Wir haben ein faires Turnier gesehen, das war bei den Alten Herren nicht immer so", konstatierte Spielausschuss-Obmann Rainer Marg. Zwar sah sich die Turnierleitung zu einem Ausschluss wegen Unsportlichkeit gezwungen und die Schiedsrichter zeigten vier gelbe Karten, insgesamt sei das aber ein gesundes Maß für ein Finalturnier: "Ich möchte mich im Namen des KFV-Vorstandes beim Parchimer FC bedanken, der die Endrunden der Männer und Alten Herren sehr gut organisiert hat", wandte sich Marg an die Turnierleitung. "Parchim war für unsere ersten Meisterschaften eine gute Wahl", lobte der Wittenburger.

Jetzt steht nur noch eine Endrunde auf dem Plan des KFV, die der Ü45 am kommenden Sonnabend (14 Uhr) in Neustadt-Glewe.