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Rostock Medaillenjagd im Störitzsee

Von hero | 10.09.2009, 07:28 Uhr

Nach den Weltmeisterschaften und dem Weltcup in Ungarn (NNN berichteten) stehen für die Orientierungstaucher ab heute im Störitzsee bei Erkner die offenen Jugend-Europameisterschaften (JEM) nebst Weltcup-Finale auf dem Programm.

Mitten drin die Vertreter des TSC Rostock 1957. Sie stellen den Großteil der Nationalmannschaft.

Das Beispiel liefern die JEM: Im Team des Verbandes Deutscher Sporttaucher stehen ausschließlich Hansestädter. "Ich hätte mir schon mehr Konkurrenz aus dem eigenen Land gewünscht, denn die belebt bekanntlich das Geschäft", sagt Bundestrainer Hartmut Winkler. Die Tatsachen sprechen aber andererseits für die gute Arbeit im TSC 1957.

Sechs Rostocker machen Jagd auf Edelmetall.

Im weiblichen Bereich sind das die bereits in Gyékényes und Dunaújváros eingesetzten Angelika Rinck und Josefine Schult. Das Trio komplettiert Carolin Köpping. Das Mädel musste die WM der Orientierungstaucher sausen lassen, holte jedoch bei der der Flossenschwimmer Silber in der Freiwasser-Staffel. "Sie ist unmittelbar von St. Petersburg nach Ungarn hinterhergeflogen, trainierte dort im neuen Metier", erläutert Winkler.

Max Lauschus, Johannes Lübbe und Jens Peter Ostrowsky sind die Starter bei den Herren. Fünf-Punkte- und M-Kurs zum Auftakt sowie morgen Stern- und Parallelkurs liegen vor ihnen. "Max hat eine Startgarantie für die vier Wettbewerbe. Jens Peter und Johannes werden je zwei Strecken bestreiten", informiert Hartmut Winkler.

Die Fokussierung auf Lauschus hat seinen Grund: Max holte bei den "Großen" Silber im M-Kurs sowie in der Mannschaftstreffübung und bestätigte als Solist mit Platz drei beim Weltcup die Zugehörigkeit zur Weltspitze.

Beim Weltcup-Finale am Sonnabend im Störitzsee bei einer Sichtweite von 1,5 Meter sind dann die Quartetts in der Mannschaftstreffübung (MTÜ) gefragt. Winkler: "Beide Teams können noch auf das Treppchen, wenn wir auch - unter dem Aspekt des Nichtantretens in Kroatien aus wirtschaftlichen Gründen - leider in Dunaúj-város die günstige Ausgangsposition aus der Hand gegeben haben."

Doch der Coach ist sicher, dass Katharina Benck und Kerstin Schmidt sowie Jan Zeggel, Johannes Lübbe und Max Lauschus noch nicht das letzte Wort gesprochen haben und südöstlich von Berlin für ein Happy-End sorgen wollen.