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Matzlow/Garwitz Matzlow gewinnt Lewitzderby

Von Sebastian Brandt | 21.12.2010, 01:57 Uhr

Am Sonnabend gastierte der Tabellenführer der MV-Liga SG Banzkow/Leezen bei den Handballmännern des SV Matzlow/ Garwitz zum letzten Hinrundenspiel.

Nach einer sehr guten spielerischen Leistung konnten sich die Matzlower Spieler in einem hochklassigen Punktspiel mit 32:29 in die Festtage verabschieden.

Mit einer gewohnt dünnen Spielerdecke (8 Feldspieler und 2 Torleute) begann die Heimmannschaft nervös. Nach fehlerhaften Angriffsversuchen auf beiden Seiten erzielte Marco Henning, nach einem gut heraus gespielten Konter den ersten Treffer der Partie. Auch der zweite Angriffsversuch der Gäste blieb erfolglos. Karsten Dinse machte es besser und erzielte mit einem Tor aus dem Rückraum das 2:0. Über die Stationen 1:2 und 3:2 hielt der ehemalige Bundesliga-Profi Lars Klüttermann mit seinem Treffer zum 4:3 die Gäste auf Augenhöhe. Nach elf Minuten und einem 5:3 Zwischenstand nahm Gästetrainer Birger Fründt eine Auszeit, um seine Mannschaft neu zu formieren. Denn das Ergebnis verwunderte nicht nur ihn, ging doch die SG Banzkow/ Leezen mit ihrem gut besetzten Kader als klarer Favorit in das Spiel.

Das Timeout zeigte auch den gewünschten Erfolg, denn innerhalb von wenigen Minuten konnte der erste und einzige Ausgleich des Tages erzielt werden (6:6). In der Anfangsviertelstunde konnte der gut parierende Matzlower Torwart Marcel Gutsche schon zwei Siebenmeter der Gäste abwehren. Nach drei Torerfolgen in Serie durch Stephan Herrmann, Michael Gutsche und Karsten Dinse konnte sich die Heimmannschaft mit Treffern von den verschiedensten Positionen erneut absetzen (9:6). Als Marcel Gutsche den dritten Strafwurf, der diesmal von dem gestanden Lars Klüttermann sehr überheblich geworfen wurde, egalisieren konnte, war der Jubel groß.

In den folgenden Spielminuten bestimmten die Gastgeber das Spielgeschehen. Durch klug gespielte Kombinationen und erfolgreich abgeschlossene Kontertore baute Matzlow/Garwitz die Führung auf 17:10 aus. In den verbleibenden vier Spielminuten des ersten Durchganges waren einige Matzlower Akteure etwas unkonzentriert, sodass Banzkow/Leezen bis zur Halbzeit auf 13:18 verkürzte.

Kurz nach Wiederanpfiff schmolz der Vorsprung, denn die Gäste erzielten das erste Tor nach Wiederanpfiff (14:18). Nach anfänglichem Abtasten und Torerfolgen auf beiden Seiten kam wieder etwas Ruhe ins Spiel der Matzlower. Michael Gutsche erhöhte nach 38 Spielminuten mit einem schönen Fernwurftor von der Rückraummitte zum wieder beruhigenden 23:17. Doch die Gästespieler merkten, dass vielleicht noch etwas möglich war. Somit kam mehr Härte ins Spiel, was sich in den nun häufiger vergebenen Zeitstrafen widerspiegelte. Als Karsten Dinse in der 46. Minute nach einer rüden Abwehraktion die rote Karte gezeigt bekam und die Gäste den daraus resultierenden Strafwurf zum 23:26 erzielten, war die nun hitzige Begegnung wieder offen.

Da Dinse nun disqualifiziert war konnte man gespannt sein, wie die Matzlower diesen Ausfall in der Schlussviertelstunde kompensieren würden. In dieser Phase fasste sich Michael Gutsche ein Herz und erzielte durch zwei Tore in Serie aus dem Rückraum das 28:23. Doch auch diese Führung war auch noch keine Vorentscheidung, denn die Spieler der SG Banzkow/ Leezen kämpften sich bis zum 28:30 erneut in die Partie. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff nahm Matzlows Coach Plamen Kirow eine Auszeit, um die Mannschaft noch einmal taktisch einzustellen, damit man sich nicht durch Unsicherheiten in den verbleibenden Minuten den nun möglich erscheinenden Heimsieg verspielt.

In der verbleibenden Zeit war noch zwei Mal Matzlow und ein Mal Banzkow/Leezen erfolgreich, so dass die Handballmänner des SV Matzlow/Garwitz mit einem 32:29-Heimsieg gegen den Herbstmeister der Mecklenburg-Vorpommern-Liga erneut ihre Heimstärke unter Beweis stellten.

Dieses Lewitzderby wurde von vielen Fans der Heim- und Gästemannschaft besucht, insgesamt saßen 160 Zuschauer auf der Tribüne der Spornitzer Sporthalle. Auch wenn es ein bis in die letzten Minuten spannendes Spiel war und jedes Fanlager hinter seiner Mannschaft stand, wurde zu keinem Zeitpunkt die sportliche Fairness gegenüber dem Gegner vergessen.