Ein Angebot des medienhaus nord

Rostock Mathias Wähner setzt sich durch

Von hoef | 01.10.2009, 07:15 Uhr

Wie prognostiziert war das Tischtennis-Ranglistenturnier der Herren klar in Händen des TSV Rostock Süd.

So marschierte Top-Favorit Mathias Wähner nach dem kurzfristigen Ausfall von Diego Hinz (Zeckenbiss) unbeirrt und nahezu unantastbar durch den im System jeder gegen jeden ausgetragenen zweitägigen Wettkampf der Spitzenklasse Mecklenburg-Vorpommerns. Bei 11:0 Spielgewinnen und 44:8 Sätzen musste er nur gegen seinen Vereinskameraden Matthias Haisch über die volle Distanz gehen (4:3).

Dieser feierte eine gelungene "Auferstehung" in der höchsten Spielklasse, nachdem er aus persönlichen und beruflichen Gründen zwei Jahre kürzer getreten war. Der Gesamtdritte (7:4) überzeugte durch konsequentes Angriffsspiel.

Dazwischen schob sich Sven Stürmer (ebenfalls TSV Süd), der als Zweiter mit 9:2 Spielen sein bislang bestes Ranglistenresultat schaffte. Dass er nach außen ruhiger geworden ist, kommt seiner Konzentration am Tisch und auf den Gegner zugute.

Den ersten "Nicht-Süd-Platz" belegte der Parchimer Chris Rehberg, derzeit wohl DAS Top-Talent des Landes. Gegen Wähner ohne Chance (0:4), begeisterte er ansonsten durch sein aggressives Spiel, gute Ballverteilung und gefährliche Aufschlagvarianten.

Ab Rang neun musste abgestiegen werden. Dabei erwischte es Qualifikationssieger Frank Lehner, der zwar viele Sätze gewann, und zeitweilig stark spielte, aber eben nicht durchgängig. Er vergab den Klassenerhalt speziell in den 3:4-Partien gegen Rehberg und Stürmer. Ersatzmann Dr. Martin Powilleit (Nord-West) blieb hingegen als Siebenter drin. Dazu hatte vor allem sein unerwarteter 4:3-Erfolg über Rehberg beigetragen.

Weitere Platzierungen von Startern des TSV Rostock Süd: 6. Matthias Kindt 5:6 Spiele/28:30 Sätze, 10. Michael Jacob 4:7/24:37, 12. Uwe Franke 1:10/19:49.

Parallel spielten auch die Damen. Das Niveau war, gelinde gesagt, dürftig, einer Landesrangliste kaum würdig. Mit Jill Behrens aus Parchim gewann wenigstens eine jüngere Spielerin. Die in MV ansonsten gewohnte Spitzenklasse wird aber wohl auch sie nicht erreichen. Im weiblichen Bereich muss ganz von unten, ab sechs Jahren, ein völliger Neustart vollzogen werden.

Platzierungen der Starterinnen des TSV Süd: 2. Sabrina Bentin 6:1/18:8, 5. Franziska Prehn 3:4/11:14