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Neustadt-Glewe Junges Team sicher im Griff gehabt

Von Thomas Willmann | 06.12.2010, 01:57 Uhr

Die Regionalliga-Volleyballerinnen des SVF Neustadt-Glewe haben sich mit einem glatten Sieg in die Winterpause verabschiedet.

Zum Abschluss der Hinrunde setzten sie sich gestern Nachmittag in heimischer Halle mit 3:0-Sätzen gegen den SC Alstertal-Langenhorn durch.

Für ein erstes Aufatmen sorgte die Tatsache, dass die Hamburgerinnen trotz der widrigen Wetterverhältnisse pünktlich in der Sporthalle "Zur Kuhdrift" ankamen: "Wir sind langsam gefahren und hatten keine Probleme. Ich hoffe nur, dass das zurück genauso gut läuft", sagte Jörg Drews. Der SCA-Trainer schickte erwartungsgemäß eine sehr junge Truppe aufs Feld. Zuspielerin Luisia Braunschweig hat gerade erst ihren 15. Geburtstag gefeiert. Einzig Ex-Nationalspielerin Christina Benecke stand für reichlich Erfahrung. Aber auch die 36-Jährige, die für Schwerin und Hamburg in der ersten Liga aufgeschlagen hat, konnte die klare Niederlage ihrer Mannschaft nicht verhindern.

Die Gäste hatten allerdings ihren Anteil daran, dass sich ein durchaus ansehnliches Spiel entwickelte. Sie spielten einen "sauberen" Volleyball, was den Neustädterinnen entgegenkam - etwa im Block, wo sie wesentlich effektiver agierten, als in den bisherigen Heimspielen. Auffällig war, dass der Aufsteiger in allen drei Sätzen zu Beginn gut dagegen hielt, sich dann aber durch viele Eigenfehler selbst um ein besseres Ergebnis brachte und es dem Gegner leicht machte. Im ersten Durchgang brauchten die Fortschritt-Damen bis zum 9:9 Anlaufzeit, um sich dann über die Stationen 13:10 und 20:15 ein 25:17 zu sichern. Im zweiten Satz hatte Zuspielerin Kathleen Jeske großen Anteil an der Vorentscheidung. Sie ging beim Stand von 11:10 zum Aufschlag und gab ihn erst acht Punkte später wieder ab. Mit ihren langen Flatteraufschlägen stellte sie die Hamburger Annahme vor große Probleme. Dass es nach dem 25:15 in Durchgang drei lange nach einer ausgeglicheneren Angelegenheit aussah, lag auch am nicht immer konzentriert wirkenden Gastgeber. In der Annahme und generell in puncto Bewegung auf dem Feld gibt es nach wie vor reichlich Luft nach oben. Dennoch reichte es locker. Vom 15:15 bis zum Spielende gestattete man dem SCA nur noch drei Punkte.

"Wir können deutlich mehr, als wir gezeigt haben. Aber wenn wir unsere eigentlichen Stärken im Aufschlag und Block nicht zum Tragen bringen, dann sind wir in so einem Spiel chancenlos", analysierte Jörg Drews. SVF Neustadt-Glewe: Jeske, Engel, Schulmeister, Munsch, Kryvarot, Schallhorn, C. Friebe (L), Müller, Engelmann, Detjen.