Ein Angebot des medienhaus nord

rostock Ein toller Abschied

Von Ralf Lenz | 20.12.2010, 01:57 Uhr

Mit 21:15 bezwangen die Küstenringer MV zum Abschluss der 2.

Bundesliga Nord am Sonnabend in Evershagen den KSC Motor Jena. "Oh, wie ist das schön…", hallte es danach durch die Halle Kranichweg, denn das war ein toller Abschied mit sehr schönen und spannenden Kämpfen.

Alexander Grebensikov startete mit einem furiosen Abbruchsieg wegen technischer Überlegenheit gegen Lucas Bittmann (55 kg Griechisch-Römisch).

Anschließend konnte Thomas Tonn - von einer Schulterverletzung gehandicapt - nicht wie erhofft überzeugen (120 kg Freistil/Toni Bernhardt 2:3). Erwartungsgemäß keine Chance hatte danach Alexander Frey (60 F) im Duell mit dem Deutschen Ex-Meister Mario Koch (0:4/technische Überlegenheit des Jenaers).

Da auch Jan Friedl (96 GR/ Boris Eisenstein 0:3) und Benjamin Sadkowiak (66 GR/ konnte Andrej Emich beim 2:3 in einem heiß umkämpften Match immerhin zwei Runden abnehmen) unterlagen, hieß es zur Pause 8:13.

Doch nun stachen die Trümpfe der Gastgeber. Ceven Matthes (84 F) überzeugte wieder mit einer sehr guten Leistung gegen Michael Dengler - 3:0. Ringer-Trainer

Steffen Lübke (66 F) ließ Chris Bösemann nicht die Spur einer Chance. Mit Bein-angriffstechniken sorgte er in den ersten beiden Runden für Abbrüche wegen technischer Überlegenheit. In der

dritten gelang ihm sogar der Schultersieg, wodurch die Gastgeber wieder in Führung gingen (15:13).

Tom Zymara (84 GR) überzeugte gegen Alt-Meister Florian Schwalbe. Im ersten Durchgang punktete er mit einem Durchschlüpfer mit anschließendem Wurf. Der zweite Abschnitt ging an den Thüringer, danach aber wurde Tom zumindest konditionell überlegen und gewann letztlich 3:1. Jetzt bekam es der Schwede Timmy Wiedeheim (74 GR) mit dem mehrfachen tschechischen Nachwuchs-Meister Karel Hanak zu tun. Beide neutralisierten sich, ohne zu technischen Wertungen zu kommen. Alle drei Runden gingen aber mit Hilfspunkt an den Jenaer, wodurch er den Kampf mit 1:0 gewann - Gesamtstand 18:15 für die Küstenringer.

Die Schlusspartie bestritten Sebastian Nowak und Gagik Egiasarov (74 F). Der Rostocker dominierte deutlich und siegte verdient 3:0.

"Zum Ende der Saison liefen wir noch mal zur Höchstform auf. Alle kämpften um jede Runde und lieferten somit ihren Beitrag zum Mannschaftsergebnis. Die größte Überraschung war Tom Zymara, der den weitaus höher eingestuften Florian Schwalbe bezwang. Aber auch ,Benny Sadkowiak mit seinen beiden Rundengewinnen gegen Andrej Emich muss unbedingt erwähnt werden", freute sich Steffen Lübke.

René Hoppe, ein Urgestein des Rostocker Ringens, war leider erkrankt und konnte deshalb nicht würdig verabschiedet werden. Das lässt sich aber sicher noch nachholen.