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Lokaler Sport Die letzten Aufgebote

Von hoha;ings | 23.09.2009, 07:43 Uhr

Güstrow • Wie nötig der Zusammenhalt für den Güstrower Fußballnachwuchs ist, zeigt sich jetzt in den Punktspielen der Verbandsliga.

Obwohl hier VfL und PSV bereits gemeinsame Teams bilden, herrscht große Personalnot. Das Ergebnis sind am 3. Spieltag erneut hohe Niederlagen.

 A-Junioren: FC Neubrandenburg II - VfL Güstrow 6:1 (2:1)

Nur elf Spieler, darunter kein etatmäßiger Torwart, standen dem VfL zur Verfügung. In der Anfangsphase war das Spiel der Gäste verhalten und sehr abwartend. Der VfL spielte wenig druckvoll, hielt aber die Gastgeber mit dieser Taktik doch vom Strafraum fern. So entwickelte sich ein Spiel zwischen den Strafräumen bei dem für beide Mannschaften nichts Zählbares herauskam. In der 20. Minute jedoch ein erster genauer Paß von Johannes Kretschmann in die Tiefe, den sich Samuel Fischer erlief und zum 1:0 für den VfL verwandelte. Möglicherweise wäre das Spiel anders verlaufen, wenn Florian Beer sein starkes Solo fünf Minuten später erfolgreich hätte beenden können, doch er scheiterte am FC-Keeper. Stattdessen wurden die Gastgeber jetzt stärker und erzielten mit einem Fernschuss den Ausgleich (35.). Und nur zwei Minuten danach lag der VfL nach einem Stellungfehler der Hintermannschaft in Rückstand. Christoph Fischer hielt die Güstrower zwar mit toller Parade noch im Spiel, doch gleich zu Beginn der 2. Halbzeit sah sich die VfL-Abwehr ausgespielt und die Gastgeber führten 3:1. Was sich die VfL-Mannschaft danach leistete, hat mit Verbandsliganiveau wenig zu tun. Die Zweikämpfe gingen reihenweise verloren, Deckungsdisziplin war komplett dahin.

VfL: Chr. Fischer, Kaatz, Rüdiger, Weidner, Suhr, Schollmeier, Krolik, Beer, S. Fischer, Kretschmann, Lenz

B-Junioren: FC Neubrandenburg - PSV Güstrow 5:1 (2:0)

Buchstäblich aus den letzten Löchern pfiff der PSV. Vor Beginn hatte sich die komplette linke Seite krank gemeldet, weitere Akteure gingen mit zum Teil starken Atemwegsproblemen in die Begegnung. Der PSV die Begegnung lange offen, traf aber auf einen Gegner, der die technisch feinere Klinge schlug und sichtbare Feldüberlegenheit erzielte. Der PSV hielt dagegen und hätte bei ein wenig mehr Glück auch ein Tor erzielen können. Doch eine Harmlosigkeit der Sturmabteilung war augenscheinlich. Man war kaum in der Lage, die Bälle richtig anzunehmen, zu behaupten oder gezielt abzuspielen. Stattdessen wurden sie leichtfertig hergegeben und die Neubrandenburger zu Kontern eingeladen, die das nutzten. Kurz nach der Pause fiel der dritte Gegentreffer, der den PSV wach rüttelte, aber zu spät. Mit einem klugen Pass von Nico Hinrichs, neben Christian Köhler bester PSV-Akteur, auf Steven Nienkerk, konnte dieser den Anschluss herstellen. Der PSV gewann jetzt Gleichwertigkeit und kam zu guten Chancen, vergab aber teilweise kläglich. Letztendlich musste man aus bekannten Gründen dem schnellen Spiel Tribut zollen.

PSV: Reinke, Ebert, Stach , Stein, Peters, Krüger, Köhler, Hinrichs, Kemmesies (Pfitzmann), Nienkerk (Radtke), Lehsten (Witte)