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Schwerin Boote bis zur Grenze strapaziert

Von Stefan Böhme | 07.09.2009, 01:57 Uhr

Die deutsche Meisterschaft im Kuttersegeln forderte am Wochenende den <unbenannt></unbenannt>Teilnehmern alles ab. Vor allem am Sonnabend hämmerten in Spitzen bis zu 7 Windstärken über den Schweriner See. Das Material wurde bis zur Grenze strapaziert. Es gab etlichen Bruch, nass war es auch.

Der alte Meister ist auch der neue. Die "Matjes" von der Berliner Tourenseglervereinigung ist ein würdiger Sieger. Steuermann Bernd Helms fand in den sieben Wettfahrten mit vier Siegen, einem 5. und einem 3. Platz den besten Kurs. Da störte auch eine Disqualifikation in der 3. Wettfahrt nicht, als die Berliner den Mitfavoriten "Zuarin" vom gastgebenden Schweriner Marineclub derart rammten, dass für den die Regatta zu Ende war. "Ich entschuldige mich in aller Form", sagte Skipper Helms eher zerknirscht als zufrieden über den Titel. "Was für uns alle unterm Strich bleibt, ist eine super organisierte Meisterschaft und eine absolut professionelle Wettfahrtleitung, die das komplizierte Wind- und Wettergeschehen jederzeit im Griff hatte", lobte der Berliner.

Gemeinsame Ausrichter der Titelkämpfe waren der Marineclub (SMC) und der Yacht-Club (SYC). Wettfahrtleiterin Ellen Neumann hatte trotz der heftigen Winde mit Spitzen von 7 Beaufort einen angenehmen Job: "Die Disziplin der Kuttersegler hat mich echt beeindruckt . Da haben wir in manch einer olympischen Bootsklasse richtig Probleme."

An der Meisterschaft nahmen 42 Mannschaften aus sieben Bundesländern teil. Am Sonnabend wurden beim angesprochen heftigen Wind vier Wettfahrten gesegelt, darunter eine Langstrecke. Die wurde zuschauerwirksam in der Schlossbucht vor der Pontonbrücke gestartet, von vielen Buga-Besuchern auf die elektronischen Chips gebannt. Gestern folgten bei moderaten Windverhältnissen noch drei Rennen, ehe Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow die Sieger und Platzierten auszeichnen konnte.

Eine Topleistung legte einmal mehr Segellegende Cäsar Paschen hin. Der 83-Jährige steuerte die "Seven Seas" vom Mecklenburger Seesportverein quasi mit seinen seglerischen "Urenkeln" auf den 5. Rang.

Endstand: 1. "Matjes" (Berlin/Stm. Bernd Helms) 12 Pkte., 2. "Adam" (Berlin/Stm. Hans-Georg Leszcyanski) 18, 3. "Venus" (Rostock/Stm. Dieter Dreischank) 20, 4. "Poseidon" (Teterow/ Stm. Hubert Zisch) 21, 5. "Seven Seas" (MSV Schwerin/Stm. Cäsar Paschen/Michael Wandel/Sebastian Vagt/ Andrea Schmidt/Henriko Schultz/Martin Wandel) 27, 6. "Gummibär" (Schweriner MC/Stm. Christian Wandel/Nele Steinfath/Jule Steinfath/Julia Matthies/Stephanie Leu/Piere Ginder) 28, &#8230; 8. "Habakuk" (Rostock), 9. "Pamir" (Schweriner MC/Stm. Reinhard Brand), 11. "Weltenbummler" (Schweriner SV/Stm. Heiko Grambow), 22. "Rasmus" (Wapo Schwerin/Stm. Thomas Griechen), 27. KX150 (Stm. Andreas Britting), 30. K152 (Stm. Mathias Etzold), 32. Z109 (Stm. Toni Gyra), 39. K110 (alle Schweriner Marineclub/Stm. Dirk Busch); Jugendwertung: 1. "Gummibär" (Schweriner MC/Stm. Christian Wandel), 3. "Black Devil" (beide Schweriner MC); Marathonregatta: 1. "Matjes" (Berlin), 2. "Seven Seas" (MSV Schwerin/Stm. Cäsar Paschen), 3. "Adam" (Berlin)