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Güstrow Am Ende ging etwas die Luft aus

Von Wolfgang Rosenow | 06.12.2010, 01:57 Uhr

Der zweite Adventssonntag brachten den Güstrower Faustballfans eine volles Wettkampfprogramm.

Nach dem Männerspiel des GSC 09 in der 1. Liga, das immerhin auch über sieben Sätze ging (Spielbericht siehe Seite 16), hatten die Damen des GSC ihren Heimspieltag in der 2. Liga zu absolvieren. Zu Gast waren die SG Bademeusel und der TSV Schülp. Nach dem sehr erfolgreich verlaufenen Auftaktspieltag des GSC mit zwei Siegen waren die Erwartungen in Güstrow hoch.

Jedoch zeigten die Güstrowerinnen schon im 1. Satz gegen Bademeusel nicht die spielerische Leichtigkeit des 1. Spieltages. Das Team kämpfte sich eher in den Satz und lebte von den kraftvollen Angriffsschlägen von Ulrike Martens und einem überzeugenden Service Diana Freiknechts. Immerhin, das 11:8 sollte doch Sicherheit geben für den weiteren Spielverlauf. Das sah im 2. Satz dann zunächst auch danach aus. Aber eine 8:4-Führung wurde durch zu viele Fehler verspielt. Und am Ende musste der GSC froh sein, diesen Satz doch noch mit ebenfalls 11:8 gewonnen zu haben. Gewisse Unsicherheiten ließen sich im Spiel der Güstrowerinnen auch im nächsten Satz nicht abstellen, sodass die Brandenburgerinnen mit 11:8 heran kam. Satz vier wurde dann aber endlich zu einer sicheren Angelegenheit des GSC: Mit 11:4 konnte dieser Satz gewonnen werden und die ersten beiden Punkte des Tages waren gesichert.

Im zweiten Spiel des Tages standen sich Bademeusel und der TSV Schülp gegenüber, und beim 3:1-Erfolg der Damen aus Schleswig-Holstein zeigte sich schon, dass es beim Spiel Güstrow - Schülp spannender werden sollte. Die Schülperinnen hatten schon angedeutet, dass sie in der Feldsaison 2010 nicht zufällig Platz 3 bei den Deutschen Meisterschaften belegt hatten. Und so kam es auch: Vier Sätze lang war das Spiel stets eng, keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Den ersten 11:7-Satzerfolg für Güstrow glichen die Schülperinnen mit 11:9 im 2. Satz aus. Schülp zeigte das bessere Aufbauspiel, brachte seine sehr bewegliche Angriffsspielerin immer wieder in aussichtsreiche Position und die GSC-Abwehr wirkte insbesondere bei Angriffen auf die Vorderspielerinnen nicht immer sattelfest. Zum Glück konnten die Gastgeberinnen mit ihrem Service und mit einigen kraftvollen Angriffsaktionen dagegen halten. Dadurch ging der GSC noch einmal mit 2:1 in Führung, war dann auch im 4. Satz sogar mit 9:7 in Front, ohne den Satz erfolgreich abschließen zu können. Schon da zeigte sich, dass die Güstrowerinnen nicht mehr zulegen könnten. Anders die Spielerinnen des TSV Schülp. Sie drehten im 5. Satz noch einmal richtig auf und ließen dem GSC beim keine Chance mehr (4:11), sodass der Gesamterfolg für Schülp auch verdient war. Dennoch das Spiel war lange spannend und in diesem Sinne ein echtes Spitzenspiel in der 2. Liga.

Schon am kommenden Wochenende stehen sich Schülp und Güstrow zum Rückspiel in Hennigsdorf gegenüber.

GSC: Martens, Freiknecht, J. Karasz, K. Karasz, Nützmann, Joly, Nievel