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2. Handball-Bundesliga Das war ein grausamer dritter Advent

Von NNN | 15.12.2013, 21:47 Uhr

Empor-Handballer unterliegen TV 05/07 Hüttenberg mit 26:29 / Allein Vyron Papadopoulos macht das Treiben verrückt

Schiedsrichter: Arndt/Kobilke (beide SV Eiche 05 Biederitz). Zuschauer: 2800

Siebenmeter: Rostock 9/8, Hüttenberg 9/7

Rostock: R. Wetzel, Kominek – Gruszka 1, Milde 2, Zemlin 2, Becvar 1, Papadopoulos 14/8, Flödl, Gamrat 6, Dethloff, Barten, Porath (nicht eingesetzt), Zboril (n. e.)

Doch die Rechnung wurde ohne die Herren Schiedsrichter aus Sachsen-Anhalt gemacht. Nach dem 23:26 (56.) stellte Trtik in einer Auszeit auf 3:3-Deckung um – mit Erfolg: 25:26 nach 56:32 Minuten. Aber wieder machten Arndt/ Kobilke den „Spaß“ nicht mit, bedachten Rostock, das als nunmehr Sechster bei einer Niederlage am Mittwoch beim Zweiten Bietigheim auf Position zehn zurückfallen könnte, mit einer Trainer-Zeitstrafe. Das war wahrlich ein grausamer dritter Advent!

Durch den Verzicht auf Tom Wetzel – Beschwerden am operierten Bein – sowie zwei Strafen für Roman Becvar innerhalb kürzester Frist und somit Disqualifikations-Gefahr musste der Rostocker Coach Dr. Rastislav Trtik seinen tschechischen Landsmann in der Deckung sogar aus der Schusslinie nehmen. Gegen die einschläfernden Aktionen der Gäste fand der HC Empor gestern einfach zu wenig Einstellung, lief über die Stationen 3:6 (11.) und 5:6 (13.) dem Geschehen hinterher.

Die Hansestädter müssen sich aber vor allem an die eigene Nase fassen. Außer anfänglich sehr guten Paraden von Robert Wetzel mit u. a. zwei gehaltenen Siebenmetern, den Stärken im Umkehrspiel und in der zweiten Welle über Lukas Gamrat hatte der HC „Papadopoulos“ – allein der kleine Grieche machte das Treiben gegen die Hessen verrückt – wenig an Durchschlagskraft beizusteuern. Den Einheimischen fehlt einfach ein Shooter aus der zweiten Reihe.