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Sport in der Prignitz Unsere beliebtesten Sportler

Von TOGO | 23.02.2019, 05:45 Uhr

Leser unserer Zeitung haben die Sportler des Jahres 2018 bestimmt / Leichtathleten entscheiden vier von fünf Kategorien für sich

Als der Name des Siegers in der Kategorie Sportler aufgerufen wurde, huschte ein kurzes Lächeln über das Gesicht von Wilhelm Paproth. Mit 1132 Stimmen verwies der Leichtathlet des SSV Einheit Perleberg, Speerwerfer der Marke Modellathlet, bei der Wahl der beliebtesten Prignitzer Sportler 2018 die Keglerin Marianne Wilke (SpG Prignitz/549) und seine Perleberger Vereinskollegin Yvonne Loock (545) deutlich auf die weiteren Podestplätze. Während ein Sieg bei sportlichen Wettkämpfen für Paproth eher normal ist, gehören Auftritte bei Auszeichnungsveranstaltungen für ihn eher zur Seltenheit. Etwas schüchtern, aber stolz nahm der Teilnehmer an den Deutschen Meisterschaften der U23 in Heilbronn, bei der er mit der Kreisrekordweite von 63,26 Metern Platz sieben belegte, dann aber den Siegerpokal entgegen.

Mit der Auszeichnung endete unsere Umfrage nach den beliebtesten Prignitzer Sportlerinnen und Sportlern, Mannschaften und Trainern des vergangenen Jahres. Am Donnerstagabend wurde im Saal des Restaurants L’Italiano in Perleberg das Geheimnis gelüftet, wen unsere Leser als Sieger und Platzierte gewählt haben.

24 Kandidaten standen bei der Sportlerumfrage 2018, der einzigen in der Prignitz, auf der Liste. Vorgeschlagen von der Sportredaktion des „Prignitzer“. Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, haben mit sagenhaften 4268 (im Vorjahr: 2444) abgegebenen Stimmzetteln zum Erfolg der Wahl beigetragen. „Die große Resonanz hat uns schon ein wenig überrascht, uns aber auch ermuntert, weiter zu machen“, sagte „Prignitzer“-Redaktionsleiter Hanno Taufenbach in seiner Eröffnungsrede.

Große Abräumer waren die Leichtathleten. Gleich in vier von fünf Kategorien stellten sie die Sieger. Rolf Zimmermann (Hertha Karstädt) landete bei der Wahl des Trainers auf Platz eins vor Marlene Knoll (Fußball/Veritas Wittenberge/Breese) und dem Putlitzer Schach-Funktionär Christian Blume. Für den Ausbilder zahlreicher Prignitzer Leichtathletik-Talente, der zum Ende des Schuljahres Trillerpfeife und Stoppuhr nach über 50 Jahren als Trainer endgültig an den berühmten Nagel hängen will, war die Auszeichnung so etwas wie die Krönung seiner langen Karriere. „Der Sieg bei der Wahl macht mich unheimlich stolz“, sagte Zimmermann und vergaß auch nicht, seiner Frau noch einmal Danke zu sagen. „Es war wichtig, dass sie mich all die Jahre unterstützt und mitgespielt hat.“

Sehr oft stand Zoe Stephan bei Wettkämpfen schon auf dem Siegerpodest. Im letzten Jahr noch Zweite, sicherte sich die Leichtathletin vom SC Hertha Karstädt bei der diesjährigen Wahl der beliebtesten Nachwuchssportler den Gesamtsieg vor dem mehrfachen Landesmeister Samuel Wolter (SSV Einheit Perleberg), immerhin derzeit bester Speerwerfer seiner Altersklasse 13 in Deutschland, sowie Schwimmerin Lea Altenburg (SC Delphin Wittenberge).

Stolz wie Bolle war auch Toralf Jastram, Wurftrainer von Paproth und Wolter beim SSV Einheit. „Für Wilhelm freut es mich ganz besonders. Er rückt ja sonst nicht so oft in den Fokus. Willi ist nach Jahren der Vorbereitung auf einem guten Weg. Er trainiert sehr hart“, sagt Jastram und verrät: „Nun ist die Teilnahme bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin das Ziel. Das Potenzial dazu hat er.“

Zu Samuel Wolter wollte Jastram, im Vorjahr bei der Wahl zum Sportler des Jahres selbst auf dem Bronzerang gelandet, nicht viel sagen. „Der Junge ist einfach Wahnsinn.“ Und was zeichnet seine beiden Eleven aus? „Die Begeisterung für den Speerwurf“, antwortet Trainer Jastram kurz und knapp.

Recht schüchtern traten auch die Leichtathletik-Jungen der U12 zur Ehrung nach vorn. Auch beim obligatorischen Siegerfoto übten sich die Sieger beim Stützpunktpokal und den Team-Landesmeisterschaften in Zurückhaltung. Doch so langsam kam das Lächeln auf den Lippen, die Augen leuchteten. Die Freude über Platz eins wurde sichtbar. „Normalerweise sind sie lebhafter“, sagte Trainerin Patrizia Lange.

Die B-Junioren des SV Eiche 05 Weisen freuten sich über ihren zweiten Rang bei den Nachwuchsteams. Trainer Steffen Stolz, Vorjahressieger in der Kategorie Trainer, grübelte ein wenig. „Ich hätte es mir auch gern andersrum gewünscht. Platz zwei für mich und jetzt den Sieg für die Jungs. Fußball ist ein Mannschaftssport“, erklärte er. Auch Stolz freute sich für die von ihm und Rene Möhring betreuten Nachwuchskicker.

Nicht unbedingt mit ihrem Sieg gerechnet hatten die Fußballerinnen des SSV Einheit Perleberg. „Es kam doch überraschend“, meinte Laura Meseck. Und Ramona Bahl fügte hinzu: „ Es gibt viele guten Mannschaften in der Prignitz. Aber natürlich freuen wir uns sehr“, gab sie zu Protokoll.

Neben Platz eins in der Kategorie Mannschaft galt die Freude auch dem Siegespreis. Ein ganzes Schwein – das verspricht eine zünftige Grillparty.