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tischtennis Turnier auf hohem Niveau

Von TOGO | 17.12.2019, 04:28 Uhr

Christian Tesche (Perleberg) siegt beim 22.Heinz-Günther-Gedächtnisturnier des ESV Wittenberge in der Senioren I-Klasse

Bei der 22. Auflage des gut besetzten Tischtennis-Turniers des Eisenbahnersportvereins (ESV) Wittenberge zu Ehren seines 1996 verstorbenen Spitzenspielers, Funktionärs und Trainers Heinz Günther standen die Pokalgewinner erst nach sieben Stunden Spielzeit fest. In der Altersklasse Senioren I feierten die Prignitzer durch Christian Tesche (Perleberg) sogar einen Turniersieg.

Mario Neumitz (Optik Rathenow/Allgemeine Klasse) und Norbert Großmann (Schwarz-Rot Neustadt/Senioren II) trugen sich in die Siegerlisten der anderen Erwachsenenkonkurrenzen ein. Erik Hoffmann (Premnitz) sicherte sich beim Nachwuchs den Gesamterfolg. Insgesamt 76 Teilnehmer aus fünf Bundesländern ließen am Samstag in der Wittenberger OSZ-Halle die kleinen weißen Bälle über die Tische fliegen.

„Die Mecklenburger hatten am Wochenende noch Punktspiele, sonst wären sicher noch einige Spieler mehr gekommen“, kommentierte Klaus Wendekamm die gegenüber des Vorjahres (101) etwas abnehmende Starterzahl und fügte hinzu: „Letztendlich war das in Ordnung, die Vorrundengruppen so nicht so groß.“ Zufrieden zeigte sich der ESV-Abteilungsleiter mit dem Echo auf das Turnier. „Die Turnierneulinge waren schon erstaunt, was hier bei uns für ein gutes Niveau herrscht. Und die Endspiele waren schon enge Kisten.“

Dem Sieger bei den Senioren I (40 bis 59 Jahre), Christian Tesche, der im Finale Ronny Sobek (Schwarz-Rot Neustadt) mit 3:1 bezwang, attestierte Wendekamm: „Der Turniersieg war verdient. Er hat top gespielt, das hat auch sein Kontrahent nach dem Spiel zugegeben.“

Der Perleberger Landesklassespieler revanchierte sich im Finale gleichzeitig für seine einzige Niederlage in der Vorrunde, als er gegen Sobeck noch mit 2:3 den Kürzeren gezogen hatte. Danach war Tesche durch Siege gegen Mario Schulze (Hemstedt/3:0) und Andreas Gossing (TSG Ludwigslust/3:2) ins Finale gestürmt. Gossing, der durch einen 3:2-Erfolg im Viertelfinale Mario Bahl (Perleberg) ausschaltete, belegte Rang drei nach dem Dreisatzsieg gegen seinen Vereinskollegen Dieter Prahl.

In der mit 33 Frauen und Männern am stärksten besetzten Allgemeinen Klasse scheiterten mit Dennis Schwarz, Martin Ryll (beide ESV Wittenberge) und Melvin van Hoorn (Pritzwalker SV) die drei letzten Prignitzer bereits im Achtelfinale. Im Halbfinale setzte sich Mario Neumitz gegen die stark aufspielende Vanessa Gerloff (Neustadt) knapp mit 3:2 durch, während Benjamin Haupt (Tangermünde) Florian Bethge (Chemie Mieste) mit 3:0 in die Schranken wies. Das Finale gewann Neumitz gegen Haupt mit 3:1, Platz drei sicherte sich Gerloff durch einem Viersatzerfolg gegen Bethge.

Einen sehr guten Eindruck hinterließ auch Ludwig Garlin vom Pritzwalker SV, der die Nachwuchskonkurrenz beim Eisenbahnerturnier im Sommer gewann, und diesmal bei den Älteren in der Allgemeinen Klasse startete. Der 13-Jährige erwischte jedoch eine starke Vorrundengruppe (mit Haupt und Gerloff), landete in seinen fünf Spielen aber zwei Siege und schied als Vierter seiner Vorrundengruppe aus. „Zwei Siege, das ist ja auch nicht so schlecht“, zollte Klaus Wendekamm dem jungen Groß Pankower ein Sonderlob. Übrigens: Vater Christian Garlin musste in der Senioren I-Konkurrenz nach 3:2-Siegen ebenfalls nach der Vorrunde die Segel streichen.

Durch den Verzicht von Ludwig Garlin hatte der Premnitzer Erik Hoffmann beim Nachwuchsturnier freie Bahn, blieb ungeschlagen und sicherte sich den Turniersieg vor Dat Ngygen, Felix Köppe und Max Wiebeck (alle ESV Wittenberge).

Umkämpft war auch das Finale bei den Senioren II (ab 60 Jahre). Hier setzte sich Norbert Großmann (SSV Gardelegen) nach fünf Sätzen gegen Bernhart Jung (Aufbau Stendal) durch. Platz drei holte sich Karl-Heinz Lembke (Ludwigslust) durch einen 3:2-Sieg gegen Jörg Markus vom SSV 80 Gardelegen, der immerhin mehrfacher Deutscher Meisterschaften der Allgemeinbehinderten ist. Torsten Gottschalk