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Tischtennis Ruben Lau triumphiert

Von Redaktion svz.de | 18.12.2016, 21:16 Uhr

Wittenberger Nachwuchsspieler gewinnt Jugendklasse

Nach einigen kurzfristigen Absagen knackte die Tischtennisabteilung des ESV Wittenberge die „magische Marke“ von 100 Teilnehmern nicht ganz und die 19. Auflage des Heinz-Günther-Gedächtnisturniers startete mit 94 Akteuren. Auch die Prignitzer hatten mit den starken Pritzwalkern Alexander Krüger,Marcel Kraft, Felix Goltz und Tizian Beer, den Wittenbergern Dennis Schwarz, Steffen Pöhl und Ruben Lau sowie dem Stepenitzer Marco Kreibich in den verschiedenen Altersklassen einige Akteure am Start, die im Turnier weit kommen können.

In der Jugend bestätigte der Wittenberger Ruben Lau seine Favoritenrolle in der Vorrunde und ließ seinen Kontrahenten überhaupt keine Chance. Bis ins Viertelfinale folgten ihm mit Tony Weber und Jonas Kuhlmey zwei Vereinskameraden sowie Hugo Werkis (Pritzwalker SV). Lau gewann das Duell mit Weber, die restlichen Prignitzer schieden aus.

Im Halbfinale sah sich der ESVer dann drei Neustädter Akteuren gegenüber. Gegen Max Zickert entwickelte sich eine Partie auf Messers Schneide. Im ersten Durchgang machte Lau zu viele Fehler auf die starken Abwehrbälle des Dossestädters, ehe der Wittenberger dank einer großen Leistungssteigerung die folgenden drei Sätze gewann. Das andere Halbfinale sicherte sich Nick Ostermeier (S-R Neustadt) im Vereinsduell gegen Celine Lübchen mit 3:0.

Auch das Spiel um Rang 3 war eine reine Neustädter Angelegenheit. In einem engen Match setzte sich Zickert mit 3:2 durch. Das Finale war eine klare Sache, der Favorit Ruben Lau ließ Ostermeier keine Möglichkeit zur Entfaltung und setzte sich klar 3:0 durch.


Titelverteidiger scheitert im Viertelfinale

Bei den Senioren über 40 wollte der Stepenitzer Marco Kreibich seinen Titel verteidigen. Bis zum Viertelfinale war der starke Prignitzer auf dem besten Wege, sein Vorhaben umzusetzen. Doch der Ludwigsluster Andreas Gossing erwies sich als unüberwindbarer Stolperstein. Die Halbfinalspiele fanden ohne Prignitzer Beteiligung statt, boten dennoch gute Unterhaltung. Der Hagenower Frank Jost ließ Kreibich-Bezwinger Gossing beim 3:0 überhaupt keine Chance. Ihm folgte Sebastian Gatzke vom VFL Schwerin ins Finale, der sich in einem Krimi gegen seinen Vereinskameraden Alexander Wiek durchsetzte. Den Platz auf dem Treppchen betrat der Turnierdebütant Wiek durch das 3:0 über Gossing. Das Finale war eine klare Sache, der offensivstarke Gatze ließ gegen Jost nichts anbrennen und gewann ohne Satzverlust.

Die K.O.-Runde der Senioren über 55 fand ohne Prignitzer Beteiligung statt. Hier standen, wie auch in den vergangenen Jahren, die Turnierfavoriten Klaus Volbert (SG Stahl Brandenburg), Jörg Schüler (SV Bau Union Berlin) , Ulrich Kraft (Hagenower SV) und Neuling Frank Schrader (VFL Schwerin) im Halbfinale. In einer spannenden Partie siegte Schüler gegen Schrader mit 3:2. Im anderen Semifinale spielte Kraft seine Sicherheit aus und hielt Volbert mit 3:1 in Schach. Volbert tröstete sich mit einem 3:0-Erfolg über Schrader und dem dritten Platz. Im Finale durfte dank eines 3:1-Sieges dieses Mal Ulrich Kraft den Siegerpokal in die Höhe stemmen.

Die allgemeine Klasse bot schon in der Vorrunde einige Überraschungen. So mussten sich Marcel Kraft (Pritzwalker SV) und Dennis Schwarz (ESV) in der Gruppenphase Nachwuchsspieler Vincent Lau (ESV Wittenberge) geschlagen geben, der sensationell Zweiter wurde. Die Prignitzer Vertreter schlugen sich hervorragend, ab dem Achtelfinale lichteten sich die Reihen.


Benno Kirchner holt sich 3. Turniersieg

Nur Niklas-Tizian Beer (Pritzwalker SV) erreichte das Viertelfinale. Das Lospech bescherte dem jungen Prignitzer den großen Turnierfavoriten Steven Grzybek. Der Premnitzer ist ein Dauergast im Finale und war, trotz guter Leistungs Beers, eine zu hohe Hürde und gewann 3:1. Auch im Halbfinale gegen Mario Neumitz (TSV Tangermünde) setzte sich der offensivstärkere Grzybek durch. Am Nebentisch bot der starke Neustädter Philipp Cron all sein Können auf, um den Bismarker Benno Kirchner am Finaleinzug zu hindern. Beide Akteure kämpften um jeden Ball, Kirchner setzte sich knapp durch. Im Spiel um Platz 3 war bei Cron die Luft raus: 0:3 gegen Neumit.

Die letzte Partie in der Halle war das an Spannung kaum zu überbietende Finale zwischen Kirchner und Grzybek. Der Bismarker kontrollierte durch starkes Blockspiel die Partie und ließ den offensivstarken Premnitzer nicht wie gewohnt zur Entfaltung kommen. Dank des 3:1-Erfolges sicherte sich Kirchner bereits zum 3. Mal den Turniersieg.