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Reitsport Robert Bruhns triumphiert in Berlin

Von Redaktion svz.de | 28.01.2020, 21:21 Uhr

Prignitzer Springreiter gewinnt Große Preis der Hippologic

Die Prignitzer Springreiter waren in diesem Jahr auf der Hippologica in Berlin nicht zu schlagen. Sowohl das Championat der Deutschen Kreditbank AG als auch der Große Preis der Hippologica gehen an den Prignitzer Reitverein Jumping Arena Gadow.

Die Siegerrunde im großen Preis auf Zwei-Sterne-S-Niveau hatten sieben Reiter erreicht. Dazu gehörten Robert Bruhns und als einzige Amazone Maren Hoffmann (beide Gadow). Auch der dreifache Derbysieger André Thieme aus Plau am See hatte nochmals gesattelt. Er gehörte mit einem Abwurf zu den sieben in der Siegerrunde. Die erreichte der als Favorit gehandelte Max-Hilmar Borchert (RFV Stechlin-Menz) nicht. Borchert führte bis dahin die Wertung der Hippologica Masters Springen 2020 an. Nach der Null-Runde von Stroehmer mit Cermit im großen Preis stand der Neustädter nach dem Umlauf als Gewinner der Hippologica Masters fest.

Der Plan von Bruhns war ein anderer. Der Prignitzer wechselte zwischen den Springen die Pferde und konzentrierte sich voll auf das Hauptspringen am Sonntag. Der 37-jährige blieb als einziger im Umlauf und auch im Stechen fehlerfrei und wurde mit Chelsea ein verdienter Sieger, der sich über seinen ersten Rang eins in diesem Jahr freute: „Es fühlt sich gut an. Chelsea hat für mich gekämpft und darüber bin ich sehr happy.“ Dazu gab es 1200 Euro Preisgeld für den Sieg.

Maren Hoffmann belegte mit Goldquelle Platz 5 und mit Cessy Rang 8. Der große Clou gelang der 18-jährigen Berufssoldatin aber im DKB-Championat . Als letzte Starterin fegte sie mit Goldquelle durch den S*-Parcours und galoppierte nach 46,33 Sekunden durch das Ziel. Bis zum Schluss sah Borchert mit Cent-blue mit einer fehlerfreien Runde in 46,96 Sekunden wie der sichere Sieger aus. Doch Hoffmann war schneller und kassierte für den Sieg im Championat immerhin 820 Euro.

Gerald Tuppat (PSV Am Meynbach) gehört zu den Stammgästen auf der Hippologica. Auch er brachte mit seinem Lewitzer-Gespann Benjamin und Moscan mit dem vierten Platz im Kombiniertem Hindernisfahren der Klasse M eine Schleife und etwas Geld - allerdings lediglich 72 Euro - mit in die Prignitz.

Werbung für den Pferdesport stand bei der Entscheidung ganz vorn, die Hippologica in die Internationale Grüne Woche ITW zu integrieren. „Als wir vor drei Jahren die Hippologica das erste Mal im Rahmen der Grünen Woche vorgestellt haben, war das ein Experiment. Mittlerweile wissen wir: Das Grüne-Woche-Publiklum lässt sich für den Pferdesport begeistern“, sagte Peter Fröhlich, Geschäftsführer des LPBB. „Der direkte Kontakt zwischen Sportlern und Publikum macht die Hippologica aus. Das ist die beste Werbung für den Pferdesport“, so das Resümee nach drei Tagen Pferdesport der Hippologica auf der ITW. Zahlreiche Prüfungen fanden also vor vollen Rängen statt. Die ITW zählte übrigens über 400 000 Besuchen an zehn Tagen.