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Fussball-Landesliga In Hälfte zwei stark nachgelassen

Von olik | 08.04.2018, 23:38 Uhr

Einheit Perleberg verliert nach 2:0-Führung noch 2:4 gegen Zehdenick

Anders als erhofft hat der SSV Einheit Perleberg seine kleine Remis-Serie von vier Unentschieden in Folge beendet. Die Mannschaft verlor ihr Heimspiel in der Fußball-Landesliga Nord gegen den SV Zehdenick vor 125 Zuschauern nach einer schwachen zweiten Halbzeit mit 2:4 (2:1).

Dabei schien sich für die Perleberger eigentlich ein schöner Nachmittag anzubahnen. Vor dem Anpfiff verabschiedete die Mannschaft ihren ehemaligen Vorsitzenden Frank Döring mit einem Ehrengeschenk, beim Anpfiff war mit Tobias Niemeyer (der sich – obwohl lange ohne Spielpraxis – zur Verfügung stellte) ein Ersatz für die beiden verhinderten Torhüter Kevin Torster und Julian Kraus gefunden.

Und nach dem Anpfiff war Einheit hellwach. Nach einem vielversprechenden Konter der Platzherren setzte Björn Bauersfeld entschlossen nach und blockte den Befreiungsschlag der Gäste zum 1:0 (7.) ins Netz. Erneut Bauersfeld schloss einen weiteren Konter im dritten Nachschussversuch zum 2:0 (28.) ab. Die Perleberger schienen auf dem besten Weg, sich für die 0:6-Hinspielniederlage zu revanchieren. Doch der 2:1-Anschlusstreffer der Zehdenicker durch den nicht ganz unhaltbaren Freistoß von Timothy Pritzel (39.) trübte ein wenig die Freude.

Nach der Pause nahm das Unheil seinen Lauf. Gegen eine in dieser Szene unsortierte Perleberger Abwehr markierte der freigespielte John Lormis (53.) das 2:2. Einheit rappelte sich noch einmal auf. Martin Behrend mit einem Heber und Björn Bauersfeld sowie William Richart hätten bei ihrer Doppelchance das Spiel vielleicht wieder wenden können. Stattdessen senkte sich ein weiter Freistoß von Philipp Woiton (75.) zum 2:3 ins Netz, dann machte Lormis (86.) mit dem 2:4 den Sack zu.

„Wenn Trainer, Mannschaft und Schiedsrichtergespann in der zweiten Hälfte Totalausfälle sind, dann kann nur der Gegner gewinnen“, fand Einheit-Trainer André Schutta deutliche Worte. Der Perleberger Vereinsvorsitzende Frank Plokarz (für ihn war es nach seiner Wahl das erste Heimspiel) sagte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu wenig nach vorn gemacht. Aber Zehdenick ist eine gute Mannschaft. Diese Niederlage wirft uns nicht um“.